Nie mehr gefangen zwischen Melancholie und Menschmaschine!|brief@NeuerMensch.com

Erwartung von A. Schönberg, Masterarbeit Rafaela Fernandez, SS 18

„… Die Arbeit war anders als ich mir vorgestellt habe. Ich habe auf eine Regie erwartet und genaue Richtung.  In der ersten Woche war schon klar: „du brauchst keine Lichtung, keine Bühne, kein Kostüm- wichtig ist was du spürst und wie du das spielst.“ Wir haben viel über dem Text gesprochen und dass hat mir geholfen. Diese Arbeit mit dem Text war aber auch eine grosse Schwierigkeit und eine ewige Enttäuschung. Es ist schwer zu hören, Woche nach Woche, dass niemand verstehen kann was du singst. Ich habe dass Gefühl das mehr war umgebaut als gebaut, fast jede Woche war ich verzweifelt. „Bereite du selbst was vor“- der Vorschlag- meine Gedanken:  WAAAAAAAAS? Ich bin keine Regisseurin, ich kann es nicht machen, es wird bestimmt schlimm sein. Trotzdem zu Hause… versuchen, noch mal, aufschreiben, nochmal, 15 Male…
Ich bin froh dass ich geglaubt habe und weiter gekommen bin. Ich sehe in dem Video die Zusammenarbeit und bin sehr froh darüber. Etwas ganz mein aus mir,  aber das ich alleine nicht hätte machen können. …“

(Privater Konzertmitschnitt der Künstlerin)

2018-06-26T17:15:58+00:00