Teil 3: Das ewig Gute fällt! Ein Opfer wird gebracht.

Das Opfer ist der bewusste Vollzug, Hier und Jetzt, des (göttlich gedachten) ewigen Kreislaufes aus Leben und Sterben.
Das Opfer ist weder Tribut noch Geschenk an einen gedachten Gott, um ihn gnädig zu stimmen. Es ist der erneute Vollzug des ewigen (göttlichen) Selbstopfers der Natur.
Das Opfer ist ein Selbstopfer.

Der immer wieder sterbende und immer wieder zum Leben erwachende Gott, der die eigentliche Wirklichkeit aller Wesen ist, erscheint in unseren Augen als Verzehrer und Verzehrter.
Jedoch der Eingeweihte der den Schleier der Natur durchdrungen hat, weiß, das in allem das eine unsterbliche Leben lebt.

Phantasiereise: Die Erlöserbiografie – Von der Jungfrauengeburt bis zum Selbstopfer
Inhalt: Händel „Messiah“, Wagner „Ring …“, Techno diverse, Mozart „Agnus Dei“

KÖNIGSMORD = DIE BEFRUCHTUNG DER MUTTER ERDE

Text Völuspa, Teil 3 von 5

24
Odin schleudert den Speer und schiesst ihn ins Heer (der gedachte Gott in die Fülle der Natur)
Das ist der erste Kampf in der Welt;
Gebrochen ist der Wall der Burg der Asen
Schlachterprobte Wanen durchstreifen das Feld. (Urinstinkt gegen Klarheit)

25
Da schreiten alle Rater zum Richterstuhl
Die heiligsten Götter und beratschlagen
Wer die ganze Luft mit Gift vermischt
Und der Sippe der Riesen Ods Frau gegeben hätte.

26
Thor allein schlägt dort zu, von Zorn erfüllt,
Er sitzt selten, wenn er solches erfährt.
Da brechen Eide, gegebene Worte und Schwüre
Alle bedeutenden Vereinbahrungen, die zwischen ihnnen gewechselt wurden

28
Allein sitzt ich draussen der Alte kommt,
Der Yggjung der Asen und schaut in mein Auge,
„Was fragt ihr mich, warum versucht ihr mich?
Schon weiß ich Odin, wo du das Auge verbargst
In dem berühmten Brunnen Mimirs“
Met trinkt Mimir jeden Morgen
Aus dem Pfand Walvaters. Wisst ihr nun noch etwas?

27
Ich weiß Heimdalls Horn verborgen
Unterm himmelsgewöhnten heiligen Baum;
Einen reissenden Wasserfall sehe ich stürzen
Aus dem Pfand Walvaters. – Wisst Ihr nun noch etwas?

29
Ich reiche Heervater Ringe und Halsschmuck,
Erhält dafür Weisheitssprüche und Seherzauber ;(Odins Weisheitssprüche, später Odin verarschen, der Mann das Opfer)
Ich sehe weithin über jede Welt.

30
Ich sehe Walküren, weither kommen.
Bereit zu reiten zum Gotenvolk;
Skuld hält einen Schild, Skögull ist die andre,
Namen….
Nun sind sie genannt, die Frauen Herjanns,
Bereit zu reiten übers Land, die Walküren.

31
Ich sehe Balder, dem blutenden Gott,
Odins Kind, das Schicksal bestimmt;
Gewachsen ist er, überm Feld hoch,
Schmal und sehr schön, der Mistelzweig.

32
Aus diesem Holze wird, das dünn scheint,
Das gefährliche Harmgeschoss, Höd schiesst es;
Balders Bruder ist schnell geboren,
Odins Sohn beginnt eine Nacht alt zu töten.

33
Er wäscht nicht die Hände und kämmt nicht das Haar,
Eh er zum Scheiterhaufen trägt Balders Feindschützen.
Wisst ihr nun noch etwas?

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Assoziation Text Goethe „Faust II“

Faust
Wie das Geklirr der Spaten mich ergetzt!
Es ist die Menge, die mir frönet,
Die Erde mit sich selbst versöhnet,
Den Wellen ihre Grenze setzt,
Das Meer mit strengem Band umzieht.

Mephistopheles
Du bist doch nur für uns bemüht
Mit deinen Dämmen, deinen Buhnen;
Denn du bereitest schon Neptunen,
Dem Wasserteufel, großen Schmaus.
In jeder Art seid ihr verloren; –
Die Elemente sind mit uns verschworen,
Und auf Vernichtung läuft’s hinaus.
Faust
Aufseher! –
Mephistopheles
Hier! –
Faust
Wie es auch möglich sei,
Arbeiter schaffe Meng‘ auf Menge,
Ermuntere durch Genuß und Strenge,
Bezahle, locke, presse bei!
Mit jedem Tage will ich Nachricht haben,
Wie sich verlängt der unternommene Graben.
Mephistopheles
Man spricht, wie man mir Nachricht gab,
Von keinem Graben, doch vom Grab.

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Erfahrungsberichte

Gestern war für mich eine andere Einheit als die letzten beiden Male. Ich hatte mehrmals den gewünschten Kontakt (tief sitzende Atmung) und agierend aus der Körpermitte, der Beckenregion. Dieser Kontakt fühlte sich so leicht und passagierartig an. An viele Stellen sprudelten meine Gedanken in jegliche Richtung. Ich tat mir oft schwer diese einfach laufen zu lassen und fühlte mich stellenweise davon gehindert. Die Meditation war sehr anstrengend für mich, da ich mich körperlich währenddessen immer aufgewühlter fühlte. Während des Rituals erfuhr ich eine violette, sonst nur graue und triste Welt. Ganz oft fühlte ich, wie ich und meine Welt zu geometrischen Formen neigte. Den Wachsprozess empfande ich als logisch und die Aufmerksamkeit, die meine Welt mir schenkte, als ich über sie herrschte, als verdient. Meine Zauberkraft war die Hypnose, die Änderung der anderen Intuition. Ich begegnete meinem Element Feuer, dem Monster und spürte, dass dies Teil meiner “Göttlichkeit” sei. In dem Moment des Todes, war ich für einen kleinsten Augenblick frei und nicht in meinem Körper, wie als würde mein Körper fallen, ich selbst aber noch weiter schweben. Während der Wiedergeburt war ich ein Baby und begegnete meiner Mutter, von der ich echte Liebe spürte. Es fühlte sich warm und geschützt an.

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Ich hatte teilweise die gleichen Bilder, wie bei der ersten Traumreise, gerade als es um das Wachsen ging und das Dasein unter der Erde. Das Auftanken/ göttlich werden, hat sich für mich wie Erwachsen werden angefühlt, als hätte es seine Zeit gebraucht, ich habe dazu gelernt und viel von allen Seiten als Imput bekommen. Das war ein langer Prozess inklusive dem Sein- wo hingegen die Geburt und der Tod eher kurz waren. Auch nach dem „Tod“ habe ich mich gefühlt als wäre ich nur woanders, weg von den anderen, aber immer noch lebendig. Ich hatte auch klare Entscheidungsgedanken als König.

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Durch die Meditation kann ich sehr schnell meine Mitte finden, in der ich mich wohl fühle.
Die Sicherheit des Raumes bereitet mir die Möglichkeit trotz Augenbinde (oder gerade wegen der Augenbinde)
mich voll und Ganz auf die Musik und dein Gesprochenes einzulassen. Ich hatte viele Bilder aus meiner Vergangenheit
vor Augen, als mein Körper sich der Musik hingab. Ich hab gesehen wie meine Mutter mich als Kind im Arm hielt
und ich hab gesehen, wie meine Oma fast in meinen Armen gestorben wäre. Es war sehr aufwühlend für mich, aber eine große Erfahrung.

Liebe, Geborgenheit  umhüllt im Zyklus des Lebens.
Faser für Faser, Atem für Atem
strömt Kraft, Energie und Wille in mein Augenlicht.
Die Sicht noch klein,
aber bereit,
zu sehen, wie die Welt sich dreht.
Mit der Größe kommt Verantwortung
zu Richten die Lebenden und die Toten.
Ohne Entscheidungen, keine Ordnung,
Ohne Ordnung, Chaos,
Innen und Außen
Wenn nicht bereit, dann die Anderen,
die stürzen Zepter und Krone.

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Beim „durch den Raum laufen“ am Anfang der Stunde, ist mir ein Stein gefallen, zwar nicht vom Herzen aber vom Bewusstseinszentrum, so wie du es nennst. Ich teile diese Offenheit sehr gerne in dieser kleinen Gruppe und habe immer das Gefühl mich dem Hinzugeben und mich zu Öffnen. Das tut mir gut.

Die Reise empfand ich als eine Dreigeteilte Reise.

Am Anfang bin ich geboren. Ich habe mich meinem Körper bewusst gemacht. Wo ich herkomme und was ich hier mache. Ich konnte sehr schnell wachsen und habe die Schönheit in jeder Blüte um mich wahrgenommen. Dem folgte eine Häutungsphase. Ich gab mich dem göttlichen Hin und entdeckte nun meine innere Kraft, meine Magie. Mein Geheimnis. Ein ritueller Tanz durchfloss mich, der überging in die Opferung meines Ichs. Ich nahm die Masken ab, die mich begleiteten, entriss sie in Zwei und führte sie zu einem Herz zusammen. Das machte ich 3-4 Mal. Aus dieser Zerrisenheit ging ich raus. In meine Goldheit, Göttlichkeit. In dieser Zeit spürte ich meine Aufgabe, das ich nicht nur für mich verantwortlich bin, sondern das Alle die mich sehen und wahrnehmen auf mich Blicken. Diese Verantwortung gegenüber all den Wesen um mich, konnte ich durch meinen Tanz das Geben, was sie von mir forderten, brauchten. Ich gab Ihnen alles was ich besaß, bis nichts mehr davon übrig war. So konnte das gebären, was tief in mir war. Ein Samurai, ein Krieger. Ich sah die Bilder meines Schicksals vor mir. Mein Schwert mein ständiger Begleiter. Die Masken die ich los wurde, hingen an der Wand. Ich glaube es waren 7. Sie waren aus Holf und ich konnte sie berühren. Ich merkte, dass sie von mir waren, aber nichts mit mir zu tun hatten. SIe hingen dort, ich war in der Mitte dieses aus Glas bestehenden Raumes. Nun war meine Magie nichts mehr die Dinge zu machen, sondern zu betrachten. Ich wusste um meiner Vergangenheit und um ihrer Bedeutung. Aber ich war kein Teil mehr von ihr.

2018-10-26T18:08:38+00:00