Nymphen und Feen – Symbole für Leben, Tod, Sex

Nymphen und Feen – Symbole für Leben, Tod, Sex
Die Natur ist beseelt, das sieht jeder Mensch. Sie wird von Feen, Nymphen, Faunen und Wassermännern bewohnt, das weiß jede Kultur. Märchen und Mythen benennen Zauberwesen unterschiedlich: Im orientalischen Raum sind es Peris und Dschinns, die hinter der materiellen Welt walten, in irischen Sagen die koboldhaften Leprechauns und böse Gestalten wie die Todesfee Banshee, deren Ruf als Todesbotschaft gefürchtet wird. In den ungarischen Märchen ist es die schöne Fee Ilona, die sich hinter einem Federnkleid verbirgt und sich in einen Sterblichen verliebt. Und in der keltischen Artus-Sage sind es Morgana und Viviane, die die Menschen leiten, lieben, verführen oder dem Untergang weihen. Denker und Forscher erkannten schon im Altertum, dass es sich bei den Zauberwesen um die Projektionen menschlicher Gefühle und Befindlichkeiten handelt. Psychologen des 20. Jahrhunderts wie C.G. Jung und Karl Kerényi kamen zu dem Schluss, dass Mythen als eine Art Lebenshilfe fungieren und dass Naturgeister die elementaren Dinge des Lebens verkörpern: Angst und Hoffnung, Liebe, Sex und Tod.

Autorin: Katalin Fischer / Regie: Susi Weichselbaumer

2019-01-31T19:42:13+00:00

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