Wir sind unschuldig! 2019-08-29T21:11:25+00:00

Project Description

  • WIR SIND UNSCHULDIG! Krieg und Unterhaltung. Originaltexte, 1942 – 43 / Die Nachricht von Tod und Vernichtung – ein Teil der Show.
    Ein Dokumentarfilm. Ein Spielfilm. Das Dokument zum soziokulturellen und genreübergreifenden Film- und Theaterprojekt mit LaiendarstellerInnen im Alter von 13 bis 75 Jahren aus dem Jahr 2014 und dem Thema des Nebeneinanders von Krieg und Unterhaltung in den Medien, versinnbildlicht u.a. durch die Schlacht von Stalingrad, dem unmittelbar darauf entstandenen Film “Die Feuerzangenbowle” und Schlagern aus dieser Zeit. Wir präsentieren stellvertretend für Ihr tägliches Infotainmentprogramm tägliche Banalitäten und Katastrophen in Farbe und schwarz weiss.

  • “Die Feuerzangenbowle” Terra Film, Deutschland 1944 / “Soldaten” Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben von Sönke Neitzel und Harald Welzer / “Die Stalingradprotokolle” Sowjetische Augenzeugen berichten aus der Schlacht von Jochen Hellbeck. Feldpostbriefe unbekannter deutscher Soldaten aus Stalingrad. Mit der ergreifenden Authentizität des “Unperfekten” erleben die Akteure im originalen Wortlaut eine vergangene Realität in ihrer Unfassbarkeit und Banalität. Auf der Bühne, vor der Kamera. Durchsetzt vom Soundtrack jener Zeit, vereinen sich die Fragmente aus Film – und Theateraufnahmen zu einem bewegenden Ganzen und provozieren die Frage: Was hat das noch mit uns zu tun?

Pressestimmen

[…] Die Darsteller setzen sich den Texten emotional aus, zeigen ihre Gefühle. Durch ihre eindringliche Darstellung bringen sie den Zuschauer dazu, seine eigenen Verdrängungsmechanismen zu hinterfragen. Wie viel Zeit nimmt man sich als Zuschauer und Leser des Weltgeschehens, um den Schrecken des Krieges an sich heranzulassen, bevor der eigene Alltag die Empathie wieder verdrängt? […]
Augsburger Allgemeine

[…] Es sind Monologe […] die Rauschenbachs Film sehr eindringlich gestalten. […] Soldaten, die über Saufen, Fressen, Vergewaltigen und Töten sprechen. [… Gerade die Unschuld der Laien macht diesen Irrsinn begreifbar. […] Letztendlich fragt man sich, kann der Mensch nicht anders […]?
Starnberger Merkur

Mit: Astrid Neubert, Franziska Baumgärtel, Marianne Resch, Verena Wessels, Amber Ebert, Evie Salün, Lea Feuerstein, Lisa Wimmer, Jana Lahoda, Martin Breiteneicher, Dieter Ziegler, Claas von Thuelen, Luca Aidelsburger, Harry Holzer, Sebastian Bott, Alex Fischer, Roland Schwenk
Spieldauer: 80 Minuten / Deutschland 2015 // Buch, Produktion, Spielleitung: Olaf Rauschenbach // Verleih und Buchung: FilmFaktum // Gestalttherapeutische Mitarbeit: Ninon Hensel // Kamera: Fabian Exter // Ton: Fabian Hild // Daten: Robert Petersen