Nie mehr gefangen zwischen Melancholie und Menschmaschine!|brief@NeuerMensch.com
riverrun-Schauspieltraining 2018-04-19T21:25:24+00:00

riverrun-Schauspieltraining

the neverending story of love, hate & death

rehearse! discover! – fearless, authentic acting
the myth, the truth, the actor / the beginning, the beginner, the fool
searching for actors and mankind basic language, a skeleton key to fearless, authentic acting

Vom Entstehen des Mythos bis zur filmischen Vulgärsprache – Entdeckungen auf dem Weg zum „neuen Menschen“.

Mythologisch, kulturgeschichtlich und gestalttherapeutisch basiertes Schauspieltraining.

Die Kunst und Kultur dieser Welt erzählt in tausenden Varianten vom Scheitern und Neubeginn, von Tod und Wiedergeburt, Liebe und Haß: vom Kampf der Menschen mit – oder der Flucht vor sich selbst und der damit verbundenen Realitäten. Das geschieht bis heute im Sinnbild des heftigen, epischen, heiligen Krieges, durch Katastrophen, Intrigen, Betrug, Mord, Ehebruch und unmögliche Missionen – stellvertretend für des Menschen innerweltliche Konflikte.

Der Mensch ist selbst Schöpfer seiner Kultur und Entwicklung, die er durchwirkt mit den mythologischen Metaphern seiner Geheimnisse, seiner Urerfahrungen. Er ist voll verantwortlich Künstler: Akteur, Mittler, Medium und Publikum seines eigenen Monomythos – freiwillig und unfreiwillig, bewusst und unbewusst Gläubiger, Priester, König und Gottheit in einer Person.

wasser riverrun-schauspielseminar

a skeleton key to fearless, authentic acting

Ich kann in mir den wahren Künstler finden, muss ihn finden, will ich daraus eine Profession machen und mich Dir Mensch, einzig, wahrhaftig und unverwechselbar zeigen, so janusköpfig und vielgestaltig, wie ich nun einmal bin. Dabei denke ich jedoch sofort an das damit verbundene große Mißverständnis: den Overkill an undifferenzierter, narzistischer Selbstdarstellung. Selbstverliebtes „so tun als ob“ und dabei glauben ich bin es. Das ist und war nie gemeint. Was bin ich denn? Schießbudenfigur oder Schöpfer? Meine Entscheidung!
Ich suche als darstellender Künstler die Wahrheit, die Weisheit, die Muse und die Zerstörung: das Durchdringen des weiblichen Lebensprinzipes in mir. Analog dazu schlage ich die Schlachten der Helden dieser Welt im Kampf mit meinen Dämonen immer wieder neu, so erfahrend das männliche Lebensprinzip. Ich trete mutig, bewusst ein in den ewigen Kreislauf aus Erschaffen und Vernichten, erkenne mein Schicksal darin, kann schließlich glaubhaft, ehrlich und authentisch in den Theaterstücken, Opern, Filmen unserer Zeit nach aussen tragen, was ich erfahren habe, erlebt, gesehen, gefühlt, gelitten. Täglich neu und nie perfekt.
Wie mache ich das, ohne mein erlerntes Muster des Streben, Erreichen, Wollen zu benutzen?

Ich bin wie ich bin, meine Schwächen sind meine Stärken. So zelebriere ich einzig den Augenblick und spiele am Rand des Abgrundes (Beginn meiner Lernzone), riskiere handelndes Sein jenseits meiner Gedanken, Vorstellungen, Selbstkonzepte. Es entsteht szenische Musik – einfach Leben oder wahre Kunst.
Ich ebene meiner Intuition, Muse oder Kreativität den Weg. Sie kommt nur und von allein, wenn ich mutig, ehrlich, offen bereit bin mich, mein Ego, meine Selbtverliebtheit zu lassen. Acting doesnt mean, copying life! Bin ich jedoch damit beschäftigt, mein weltliches Leben nachzustellen, spanne ich mich an, strenge mich an – wie ich es sonst auch tue. Dann verhindere ich Leben, Lebendigkeit, Kunst.

Ich gehe zurück auf Anfang, da ich anfing die Welt zu entdecken als Kind und als Mensch.

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I / GRUNDLAGEN / URGEFÜHLE – DIE SPRACHE DES MYTHOS

Schamanen, Leben, Leidenschaften, Staunen, Überwältigung, Machtlosigkeit, Wesen, Geister, Dämonen, Masken, Tänze, Töne, Poeten, Königinnen, Götter, Körper
Vom Passiven zum Aktiven, der alte Adam IST
Du erfährst  Deine Möglichkeiten, mit und durch Deinen Körper umfassend wesentlich zu kommunizieren – mit Menschen, Dingen, Vorgängen/Konflikten und der Natur. Textfragmente: „Finnegans Wake“, J. Joyce

I / Körpersprache, Impulse, kreisförmige Dramaturgie, Selbsterfahrung
Du erfährst Deine speziellen Möglichkeiten mit und durch Deinen Körper umfassend zu kommunizieren. Du lernst Erfahrungen in Deinem Körper bewusst abrufbar zu speichern und diese körperlich nachvollziehbar zu zeigen. So kannst Du anderen die Essenz Deines eigenen heftigen Erlebens nahebringen – ein wesentlicher Kern des Schauspiels. Das Training umfasst die Erfahrung der vollen Bandbreite „analoger Sprache“ von frei assoziierten Körperimprovisationen, über geführte Zufälle, bis hin zur Ausführung festgelegter körperlicher Formen. Begriffe wie Haltung, Spannung, Beziehung, Wollen werden plastisch und praktisch umsetzbar. Du erkennst eigene Begrenzungen oder Behinderungen, in denen Du Dich selbst bewegst. Du bringst Töne, Atem, Bewegungen, Gesten, Worte in eine authentische Kongruenz. Weiterhin verlierst Du Hemmungen, Ängste, Selbstverhinderungsimpulse (Selbstzensur) und befreist Dein angeborenes kreatives Ausdrucksvermögen von klischeehaften Vorstellungen und irreführenden Glaubenssätzen. Daraus verbleibt Dir ein realistisch anwendbares Handwerkszeug für Deine Berufspraxis und eigene Sozialhygiene.

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II/ZIVILISATION/IM HEXENKESSEL DES THEATERS

Priester, Erfahrungen, Mythologien, Geschichten, Wiederbelebung, Rituale, Akzeptieren, Systeme, Dogmen, Wahrheiten, Worte, Propheten, Herrscher, Religionen, Gestalt
Von der Erfahrung zur Behauptung, die Idee des neuen Menschen entsteht.
Du nutzt Deine Begrenzungen und Behinderungen, die Weite Deiner Grundlagen zu fokussieren auf die zielgerichtete Vermittlung von Inhalten, Situationen, Konflikten. Textfragmente: „Faust“, Goethe / Gedichte, Rilke / „Finnegans Wake“, J. Joyce / „Das Hohe Lied Salomon“, Altes Testament / „Agamemnon“, Aischylos – Die Orestie

II / Situationen, Textarbeit, Konflikt, lineare Dramaturgie
Du erfährst Deine Möglichkeiten, die Weite Deiner Grundlagen zu fokussieren auf die zielgerichtete Vermittlung von Inhalten und Zuständen. Du nutzt die konzentrierte, strukturierte körperliche Aktion, ohne Dich in Pseudotrance zu verlieren. Du durchdringst das jeweilige Wesen des Spielthemas und setzt diese Erkenntnis in Beziehung zu Dir. Du wirst ganz Text, ganz Wesen, ganz Figur, ganz Gestalt – in einer selbst geschaffenen, permanent veränderlichen Situation. Du erfährst den Ursprung des Textes aus Dir selbst, indem Du eigene Probenerfahrungen lyrisch umsetzt. Diese eigenen Gedichte werden in szenischen Improvisationen mit vorgegebenen Texten verbunden und in den direkten, impulsiven Kontakt mit den jeweiligen Spielpartnern gebracht. Deine eigene (Sing)stimme wird als organisches, natürliches Instrument mit ihrem dazugehörigen körperlichen Ursprung erfahren. Körper, Stimme, Situation, Haltung, Geste, Wort, Gesang werden eine glaubhafte Einheit. Die bisherige körperliche Erfahrung, jene kreisförmige Dramaturgie des Augenblicks, umhüllt unsichtbar die erzählten Geschichten, nun eine lineare Dramaturgie mit Anfang und Ende, Ursache und Wirkung, Kampf und Belohnung.

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III/MENSCHMASCHINE/MEDIEN UND WIRKLICHKEIT

Berufsschauspieler, Konflikte, Rollen, Sein und Schein, Inszenierung, Verführung, Manipulation, Doppelbotschaften, Identitäten, Flexibilität, Rezitieren, Gestalten, Beherrschen, Unterwerfen, Dynastien, Nationen, Staaten, Bündnisse, Stars, Führer, Gesicht
Vom Denkvorgang zur Diktatur des Denkens.
Du kanalisierst die innerweltlichen Konflikte und Leidenschaften, Deine und die Deiner Rolle – machst diese Deckungsgleich und verwendest die frei werdende Energie in der szenischen Situation, statt zur Selbstunterdrückung. (Nimm es in die Rolle!) Textfragmente: „Yü Gung“, Einstürzende Neubauten / „Kids“, Larry Clark / Szenen, diverse

III / Identifikation, Rollenarbeit, Szenenstudium

Du erfähsrt den Wert und das Leid der Struktur von Bühne, Regie und Szene. Schrittweise wird aus Deinem persönlichen Hemmnis und den äusseren Umständen ein Gewinn. In diesen tatsächlichen und nicht gedachten/interpretierten Konflikten im Hier und Jetzt, entdeckst Du Dein Material für die Szene. Du kanalisierst innerweltliche Konflikte und Leidenschaften – eigene und die Deiner Rolle – machst diese Deckungsgleich und verwendest die frei werdende Energie in der szenischen Situation, statt zur Selbstunterdrückung. (Nimm es in die Rolle!)
Du findest im Hier und Jetzt, im Kontakt mit den KollegInnen das Wesen der Beziehung der handelnden Figuren, wenn Du es bist, der Deine Rolle einnimmt. Du lernst erkennen, was sich unter der Oberfläche von Text und Partitur verbirgt und wie Du das so entdeckte Wesen von Figur und Situation unaufdringlich in das Bühnengeschehen einbringen kannst. Welche Wirkung entfaltet sich, wenn Du als Spieler, Dich den Signalen Deiner gewaltigen Impulse anvertrauen und Deine Identität der Rolle, dem Gesang zur Verfügung stellen kannst? Wie verändern sich Szenen?

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Die Dokumentation ist passwortgeschützt und nur für den internen Gebrauch bestimmt.
Du findest hier kurze Videoaufzeichnungen der gemeinsamen Arbeit und Eure anonymisierten Feedbacks.

Zerboni Schauspielschule, München (Masterclass, 3. Ausbildungsjahr)

Hochschule für Musik, Nürnberg (BA 7./8. Semester und MA 1./2. Semester)

Die Dokumentation ist passwortgeschützt und nur für den internen Gebrauch bestimmt.
Du findest hier kurze Videoaufzeichnungen der gemeinsamen Arbeit und Eure anonymisierten Feedbacks.

Zerboni Schauspielschule München, 2 Jahrgang

Hochschule für Musik Nürnberg, SS18, Szenen

A. Schönberg, Pierrot Lunaire, Sopran: Pia Schwarz, BA Arbeit Hochschule für Musik, Nürnberg

A. Schönberg, Erwartung, Sopran: Rafaela Fernandes, MA Arbeit Hochschule für Musik, Nürnberg

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besitzt die Fähigkeit uns lebhaft mit einer anderen Vision der Realität zu konfrontieren. Doch diese Konfrontation bereichert nicht nur die Fantasie. Sie attackiert auch unsere Gewohnheiten und stellt die Dogmen unseres Denkens bloß.

Sehgewohnheiten hinterfragen, Denkweisen verändern, überholte Selbstkonzepte aufzeigen: neue Horizonte eröffnen!
Damit wird Kunst im Theater seinem mythologischen Ursprung gerecht. Hier beginnt Entwicklung und Gesellschaft.
Es geht nicht um den Inhalt, dieser ist seit tausenden Jahren in tausenden Varianten gleich: Liebe und Krieg zwischen den Menschen.
Es geht um das WIE! WIE zeige ich diese Inhalte. Was macht das Gezeigte mit Dir?
Und dann beginnt Kontakt, Gespräch, Veränderung.

Nennt Ihr das Seele?
Auf in das Jenseits von Gut und Böse!

Eine theatrale Performance aus kontrollierten Zufällen.
Poesie und Prosafragmente in unvorhersehbaren Situationen mit der ewig gleichen Frage:
Liebst Du mich? (Wirklich?)

10 PerformerInnen / 5 Gedichte / 5 Akte – Jede Bewegung erfahren. Jedes Wort geschärft.

Jeder stirbt für sich allein. Suchend sind sie alle. Alle versuchen zueinander zu kommen.
Jeden Tag neu. Überwältigend heftig ist plötzlich die Liebe in der ersten Nacht. Doch dann kommt der Alltag und mit ihm …. die Verbindlichkeiten.
Kann das funktionieren?

„Spielen selbst ist höchste Wirklichkeit … ist schöpferisches Sinnbild der kreativen Impulse, die unsere Welt entstehen lassen. Alle konkreten Gestalten und Inhalte des Spielens folgen diesen Impulsen. „(A. Weber)
Es spielt die Masterclass der Zerboni Schauspielschule.

… Das Seminar hat mir geholfen meinen Kopf auszuschalten, im Moment zu sein & größtenteils von der Selbstbeobachtung wegzukommen. Außerdem hat es mir einen Zugang zu meinem Körper gegeben, den ich bis jetzt noch nicht kannte. …

… Zuerst wollte ich mich nochmal für diese spannende Zeit bedanken, aus der ich unglaublich viel mitnehmen konnte! … Mir tut das so gut, die Bewertung rauszulassen, oder es zumindest zu versuchen. Man erwischt sich ja doch immer wieder selbst dabei, vor allem weil ich so hohe Ansprüche und Erwartungen an mich habe und mich oft nicht sein lasse. Ich habe mich aber, egal wie gut oder schlecht es mir ging, noch nie so bei mir und bereit gefühlt, dann etwas zu zeigen, wie nach dem Warm-up. Ich denke, ich habe mir einfach nichts vorgemacht, oder mich in irgendetwas hinein gezwängt. … Wenn ich so diese Entwicklung mir ansehe, die wir alle durchlaufen haben, finde ich es spannend, wie sich die Körper verändert haben. … Du hast mir damit nochmal eine Scheuklappe geöffnet, die ich nicht mehr schließen möchte. Es hat viel Druck von mir genommen, auch wenn das sehr lange gedauert hat. … Der Konflikt in mir, der einfach aufbrechen konnte und musste, weil ich viel mehr bei mir bin und war hat mir sehr vieles von meinem Verhalten mir gegenüber erklärt und ich glaube nicht, dass wenn ich mich in deinem Unterricht viel mehr bescheißen hätte können, dass er dann so schnell hochgekommen wäre. …

… für mich war dieses Seminar wie eine Reise durch ein fremdes Land. Ich habe für meine Begriffe eher spät verstanden was mir diese Arbeit bringen kann und bin viel im Nebel geschwommen. Einen „Aha-Effekt“ hatte ich beim Seminarabschnitt „Mein König“, als ich den männlichen Anteil performte. Ich fühlte mich mit mir selbst verbunden und verspürte eine Selbstakteptanz die ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht kannte.

… Eine sehr große Erkenntnis war für mich die Tatsache, dass man zu aller erst sehr bei sich selbst sein muss um dann auch bei seinem Partner sein zu können. Ein klassisches Prinzip… man kann nur geben was man hat…. Ich hatte häufig Momente… in denen ich einfach nicht durchsteigen konnte, weil die mythologischen oder rituellen Bezüge oft verwirrend waren. Aber je mehr wir uns Richtung Ende unserer gemeinsamen Zeit bewegt haben, sind nach und nach einige Groschen gefallen. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch noch weitere fallen werden. Vielen Dank für die interessante, verwirrende und einzigartige Arbeit! …

… Für mich ging es auch sehr darum, mich auf Dinge einzulassen, die ich mir nicht vorstellen kann, wie z.B. hören was der Wald oder ein Stein mir erzählt. Und ich war selber von mir überrascht, wie gut das manchmal funktioniert hat. Es war vieles ein „einfach mal machen“ und „ausprobieren“ ohne Fehler zu machen, bzw. um Erfahrung zu sammeln. … Ich hab vieles gelernt, schauspielerisch, aber auch menschlich und über die Branche. Schauspielerisch sich wirklich auf die Momente einzulassen und immer wieder auch neue Momente zulassen und nicht auf Einstudiertes hoffen. Klar fällt es mir noch manchmal schwer auf diese Sicherheit zu verzichten, aber das Freie lässt mir auch mehr Freiraum und ich habe nicht das Gefühl, etwas falsch zu machen. … Was ich auch sehr schön fand, war der Umgang mit uns. Du hast uns immer ehrliches und konstruktives Feedback gegeben, sodass wir wussten, woran wir arbeiten können. Außerdem hast du uns immer mit all unseren Macken wertgeschätzt und ernst genommen. Das sehe ich tatsächlich nicht als selbstverständlich …

… Ich muss zugeben, es gab Höhen und Tiefen. Manchmal blieb mir der Sinn des Erarbeiteten noch lange schleierhaft. Was du uns gelehrt hast ist sehr komplex und deshalb dauerte es bei mir oft etwas länger bevor ich begriff was ich da gerade eigentlich tue. Allerdings hat mir die Arbeit einen Einblick in eine, für mich bis dahin noch völlig fremde, Welt gewährt und ich bin schon gespannt darauf wie ich diese Art zu arbeiten … einsetzen kann. …

… Die Arbeit war sehr intensiv, ich fand es immer toll wie du jedem stets respektvoll begegnet bist, ermutigendes und ehrliches Feedback gegeben hast, unsere Launen ausgehalten hast und auf uns eingegangen bist. Ich hätte mir nur teilweise etwas mehr Infos gewünscht wie der Arbeitsprozess weiter geht …

… Was ich aber eigentlich so als mit einer meiner positvsten Erfahrungen mitnehmen werde, ist, wie wir als Esemble dicht an dicht gearbeitet haben. Jeder konnte irgendwie so sein wie er ist, ohne „Ego“ oder Konkurrenzgedanke. … Danke für deine verständnisvolle, ehrliche und aufmerksame Art, mit der du uns begegnet bist. … Was ich auch aus der Arbeit definitiv mitgenommen habe, ist, dass ich für mich als Künstler entschieden habe, dass ich nicht unterhalten und plakativ etwas präsentieren muss – sondern, dass ich erstens im Hier und Jetzt agieren will und mich, so wie ich an diesem Tag bin, in meine Figur bringen möchte und dadurch hoffentlich viele Facetten zeigen kann. …

… daß ich nie so gefordert aber auch so respektiert wurde wie bei dir. … Der Unterricht hat einfach von Anfang an meine Neugier geweckt, auch wenn ich mich anfangs teils überfordert gefühlt oder besser gesagt, etwas hilflos gefühlt habe. Denn irgendwie braucht es in deinem Unterricht nicht nur das Verständnis, für die Dinge die du sagst oder Offenheit, sondern auch unglaublich viel Eigensarbeit und vor allem für mich sehr viel Kontrolle abgeben. … Dein Unterricht geht für mich über das „Unterrichtet sein“ hinaus und fordert mich als Mensch. … immer wieder hast du mich zum Nachdenken angeregt, wie ich meinen Tag angehen kann, wie man jede noch so kleinste Bewegung vollführen kann. … Und das Wichtigste, du hast aus allem immer etwas positives geschaffen. …