Nie mehr gefangen zwischen Melancholie und Menschmaschine!|brief@NeuerMensch.com
riverrun – acting 2018-07-11T21:03:40+00:00

Mythos, Ehrlichkeit, Schauspieler / searching for actors and mankind basic language

I / GRUNDLAGEN / URGEFÜHLE – DIE SPRACHE DES MYTHOS

Schamanen, Leben, Leidenschaften, Staunen, Überwältigung, Machtlosigkeit, Wesen, Geister, Dämonen, Masken, Tänze, Töne, Poeten, Königinnen, Götter, Körper
Vom Passiven zum Aktiven, der alte Adam IST
Du erfährst  Deine Möglichkeiten, mit und durch Deinen Körper umfassend wesentlich zu kommunizieren – mit Menschen, Dingen, Vorgängen/Konflikten und der Natur. Textfragmente: „Finnegans Wake“, J. Joyce

I / Körpersprache, Impulse, kreisförmige Dramaturgie, Selbsterfahrung
Du erfährst Deine speziellen Möglichkeiten mit und durch Deinen Körper umfassend zu kommunizieren. Du lernst Erfahrungen in Deinem Körper bewusst abrufbar zu speichern und diese körperlich nachvollziehbar zu zeigen. So kannst Du anderen die Essenz Deines eigenen heftigen Erlebens nahebringen – ein wesentlicher Kern des Schauspiels. Das Training umfasst die Erfahrung der vollen Bandbreite „analoger Sprache“ von frei assoziierten Körperimprovisationen, über geführte Zufälle, bis hin zur Ausführung festgelegter körperlicher Formen. Begriffe wie Haltung, Spannung, Beziehung, Wollen werden plastisch und praktisch umsetzbar. Du erkennst eigene Begrenzungen oder Behinderungen, in denen Du Dich selbst bewegst. Du bringst Töne, Atem, Bewegungen, Gesten, Worte in eine authentische Kongruenz. Weiterhin verlierst Du Hemmungen, Ängste, Selbstverhinderungsimpulse (Selbstzensur) und befreist Dein angeborenes kreatives Ausdrucksvermögen von klischeehaften Vorstellungen und irreführenden Glaubenssätzen. Daraus verbleibt Dir ein realistisch anwendbares Handwerkszeug für Deine Berufspraxis und eigene Sozialhygiene.

riverrun-schauspieltraining / für Profis und Laien

II/ZIVILISATION/IM HEXENKESSEL DES THEATERS

Priester, Erfahrungen, Mythologien, Geschichten, Wiederbelebung, Rituale, Akzeptieren, Systeme, Dogmen, Wahrheiten, Worte, Propheten, Herrscher, Religionen, Gestalt
Von der Erfahrung zur Behauptung, die Idee des neuen Menschen entsteht.
Du nutzt Deine Begrenzungen und Behinderungen, die Weite Deiner Grundlagen zu fokussieren auf die zielgerichtete Vermittlung von Inhalten, Situationen, Konflikten. Textfragmente: „Faust“, Goethe / Gedichte, Rilke / „Finnegans Wake“, J. Joyce / „Das Hohe Lied Salomon“, Altes Testament / „Agamemnon“, Aischylos – Die Orestie

II / Situationen, Textarbeit, Konflikt, lineare Dramaturgie
Du erfährst Deine Möglichkeiten, die Weite Deiner Grundlagen zu fokussieren auf die zielgerichtete Vermittlung von Inhalten und Zuständen. Du nutzt die konzentrierte, strukturierte körperliche Aktion, ohne Dich in Pseudotrance zu verlieren. Du durchdringst das jeweilige Wesen des Spielthemas und setzt diese Erkenntnis in Beziehung zu Dir. Du wirst ganz Text, ganz Wesen, ganz Figur, ganz Gestalt – in einer selbst geschaffenen, permanent veränderlichen Situation. Du erfährst den Ursprung des Textes aus Dir selbst, indem Du eigene Probenerfahrungen lyrisch umsetzt. Diese eigenen Gedichte werden in szenischen Improvisationen mit vorgegebenen Texten verbunden und in den direkten, impulsiven Kontakt mit den jeweiligen Spielpartnern gebracht. Deine eigene (Sing)stimme wird als organisches, natürliches Instrument mit ihrem dazugehörigen körperlichen Ursprung erfahren. Körper, Stimme, Situation, Haltung, Geste, Wort, Gesang werden eine glaubhafte Einheit. Die bisherige körperliche Erfahrung, jene kreisförmige Dramaturgie des Augenblicks, umhüllt unsichtbar die erzählten Geschichten, nun eine lineare Dramaturgie mit Anfang und Ende, Ursache und Wirkung, Kampf und Belohnung.

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III/MENSCHMASCHINE/MEDIEN UND WIRKLICHKEIT

Berufsschauspieler, Konflikte, Rollen, Sein und Schein, Inszenierung, Verführung, Manipulation, Doppelbotschaften, Identitäten, Flexibilität, Rezitieren, Gestalten, Beherrschen, Unterwerfen, Dynastien, Nationen, Staaten, Bündnisse, Stars, Führer, Gesicht
Vom Denkvorgang zur Diktatur des Denkens.
Du kanalisierst die innerweltlichen Konflikte und Leidenschaften, Deine und die Deiner Rolle – machst diese Deckungsgleich und verwendest die frei werdende Energie in der szenischen Situation, statt zur Selbstunterdrückung. (Nimm es in die Rolle!) Textfragmente: „Yü Gung“, Einstürzende Neubauten / „Kids“, Larry Clark / Szenen, diverse

III / Identifikation, Rollenarbeit, Szenenstudium

Du erfähsrt den Wert und das Leid der Struktur von Bühne, Regie und Szene. Schrittweise wird aus Deinem persönlichen Hemmnis und den äusseren Umständen ein Gewinn. In diesen tatsächlichen und nicht gedachten/interpretierten Konflikten im Hier und Jetzt, entdeckst Du Dein Material für die Szene. Du kanalisierst innerweltliche Konflikte und Leidenschaften – eigene und die Deiner Rolle – machst diese Deckungsgleich und verwendest die frei werdende Energie in der szenischen Situation, statt zur Selbstunterdrückung. (Nimm es in die Rolle!)
Du findest im Hier und Jetzt, im Kontakt mit den KollegInnen das Wesen der Beziehung der handelnden Figuren, wenn Du es bist, der Deine Rolle einnimmt. Du lernst erkennen, was sich unter der Oberfläche von Text und Partitur verbirgt und wie Du das so entdeckte Wesen von Figur und Situation unaufdringlich in das Bühnengeschehen einbringen kannst. Welche Wirkung entfaltet sich, wenn Du als Spieler, Dich den Signalen Deiner gewaltigen Impulse anvertrauen und Deine Identität der Rolle, dem Gesang zur Verfügung stellen kannst? Wie verändern sich Szenen?

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Die Dokumentation ist passwortgeschützt und nur für den internen Gebrauch bestimmt.
Du findest hier kurze Videoaufzeichnungen der gemeinsamen Arbeit und Eure anonymisierten Feedbacks.

Zerboni Schauspielschule, München (Masterclass, 3. Ausbildungsjahr)

Hochschule für Musik, Nürnberg (BA 7./8. Semester und MA 1./2. Semester)

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Kunst

… besitzt die Fähigkeit uns lebhaft mit einer anderen Vision der Realität zu konfrontieren. Doch diese Konfrontation bereichert nicht nur die Fantasie. Sie attackiert auch unsere Gewohnheiten und stellt die Dogmen unseres Denkens bloß.

Sehgewohnheiten hinterfragen, Denkweisen verändern, überholte Selbstkonzepte aufzeigen: neue Horizonte eröffnen!
Damit wird Kunst im Theater seinem mythologischen Ursprung gerecht. Hier beginnt Entwicklung und Gesellschaft.
Es geht nicht um den Inhalt, dieser ist seit tausenden Jahren in tausenden Varianten gleich: Liebe und Krieg zwischen den Menschen.
Es geht um das WIE! WIE zeige ich diese Inhalte. Was macht das Gezeigte mit Dir?
Und dann beginnt Kontakt, Gespräch, Veränderung.

Teures Haupt!

Semesterabschluss 2018 mit Frauke Mayer (Mezzosopran, MA Musiktheater, 4 Semester) und Pia Schwarz (Mezzosopran, BA Musiktheater, 8 Semester).

Eine collagierte filmische Interpretation folgender Inhalte: Aischilos, Orestie, Agamemnon, 5.Szene / G.E. Lessing, Tanzbär / F. Schiller, Hoffnung / Ghoethe, Faust, 15. Szene, Musik F. Schubert

Im Lärm der Großstadt vor der Kirche

Ich bin sehr erstaunt, was dieser Unterricht bei mir gemacht hat und ich bin sehr froh, dass du es geschafft hast, mir zu zeigen, dass es sich lohnt es zu versuchen. Ich hatte von Unterricht zu Unterricht, ein immer besseres Gefühl und habe gemerkt, dass dein Weg den du uns gezeigt hast, auch für […]

Pierrot Lunaire von A. Schönberg, Bachelorarbeit Pia Schwarz, SS 18

„…  Als ich mit dem „Pierrot Lunaire“ begonnen habe, sah ich mich 21 Einzelstücken gegenüber, die mir noch sperrig erschienen und die wie ein unüberwindbarer Berg vor mir standen. Ich hatte Sorge, nicht alles zu schaffen, da wir in sehr detaillierten und kleinen Schritten vorwärts gegangen sind. Jeder einzelne dieser Schritte war aber relevant […]

Erwartung von A. Schönberg, Masterarbeit Rafaela Fernandez, SS 18

„… Die Arbeit war anders als ich mir vorgestellt habe. Ich habe auf eine Regie erwartet und genaue Richtung.  In der ersten Woche war schon klar: „du brauchst keine Lichtung, keine Bühne, kein Kostüm- wichtig ist was du spürst und wie du das spielst.“ Wir haben viel über dem Text gesprochen und dass hat […]

Nennt Ihr das Seele? Auf in das Jenseits von Gut und Böse! WS 17/18

„… Das Seminar hat mir geholfen meinen Kopf auszuschalten, im Moment zu sein & größtenteils von der Selbstbeobachtung wegzukommen. Außerdem hat es mir einen Zugang zu meinem Körper gegeben, den ich bis jetzt noch nicht kannte. …

… Zuerst wollte ich mich nochmal für diese spannende Zeit bedanken, aus der ich unglaublich viel mitnehmen konnte! […]