Nie mehr gefangen zwischen Melancholie und Menschmaschine!|brief@NeuerMensch.com
riverrun – acting 2018-11-10T15:59:36+00:00

Die Phantasie, das Unbewusste und das Unterbewusste anzuregen, ist das stärkste Mittel der künstlerischen Arbeit.

L. Strasberg

TRY TO THINK OF THE TEXT AS A TRANSCRIPT,
SOMETHING THAT WAS WRITTEN DOWN, AFTER YOU PLAYED IT.

In Deiner Art wie Du versuchst zu spielen, erkennst Du davon etwas? Siehst Du Dein Thema?
Und wenn Du eine Geschichte schreiben müsstest, siehst Du Deine Antriebe, Deine Konflikte und wie Du sie erzeugst, scheiterst oder Dein Ziel erreichst? Schreibe doch Deine Geschichte. Jetzt und Hier. Mit dieser Rolle.

ACTING DOSNT MEAN COPYING LIFE!

Du kannst den Impuls „es zu schaffen“ loswerden.
Du entwirfst vielleicht ein Bild von Dir, das in Wirklichkeit nur schwer realisiert werden kann.
Daraus folgt Gewalt gegen das, was Du bist und vielleicht nicht sein willst – Gewalt als Voraussetzung für das Erreichen von Ergebnissen. Kennst Du das aus Deiner Familie, Deiner Arbeit, der Politik?
So denkst Du, Du musst Dich anstrengen? Dabei verspannst Du Dich bloß. Veränderung ist nicht immer ein Riß oder ein Bruch, sondern oft ein organischer Prozeß.

HAST DU SEHNSUCHT MEHR DARZUSTELLEN ALS DU BIST ?

Hast Du Angst vor anderen? Hast Du Angst schwach zu sein? Hast Du Angst jemand erkennt Deine Not? Hast Du immer Recht?
Hast Du Vorstellungen, wie etwas zu sein hat und aussehen muss? Das Vorgestellte ist nicht das Wahrgenommene, nicht das Wahre.

DRUCK ZU GEFALLEN, DRUCK GELD EINZUNEHMEN, DRUCK PUPLIKUM ZU GEWINNEN

Kannst Du Dich mit einem Hungrigen vergleichen? Wenn Dich anziehst, denkst Du an das Essen? Wenn Du isst, denkst Du an die Arbeit oder die Schule?
Und dann denkst Du an den Feierabend? Immer im Stress? Immer auf der Flucht vor der drohenden Zukunft, immer gespannt auf neue Erfolge oder Mißerfolge?

Mit den Polen einer bunten, reichen, spannenden, virtuellen Medienwelt und einer im Vergleich oft als langweilig und anstrengend empfunden Alltagswelt, in der Du Deinen Lebensunterhalt verdienst oder zur Schule gehst, Beziehungen und Freundschaften gestaltest, musst Du klarkommen.
Unser Alltag fordert Anpassung, Neutralität – Erwartungen wollen erfüllt werden.

Aber jetzt ruft Dich Dein Abenteuer zum Aufbruch und fordert Veränderung.

Nicht Selbstbegrenzung, Selbstbehauptung und Konkurrenz zeichnet Dein Spiel ab jetzt aus, vielmehr Kontaktfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Berührbarkeit und kreativer Wagemut.

Mythos, Ehrlichkeit, Schauspieler / searching for actors and mankind basic language

I / GRUNDLAGEN / URGEFÜHLE – DIE SPRACHE DES MYTHOS

Schamanen, Leben, Leidenschaften, Staunen, Überwältigung, Machtlosigkeit, Wesen, Geister, Dämonen, Masken, Tänze, Töne, Poeten, Königinnen, Götter, Körper
Vom Passiven zum Aktiven, der alte Adam IST
Du erfährst  Deine Möglichkeiten, mit und durch Deinen Körper umfassend wesentlich zu kommunizieren – mit Menschen, Dingen, Vorgängen/Konflikten und der Natur. Textfragmente: „Finnegans Wake“, J. Joyce

I / Körpersprache, Impulse, kreisförmige Dramaturgie, Selbsterfahrung
Du erfährst Deine speziellen Möglichkeiten mit und durch Deinen Körper umfassend zu kommunizieren. Du lernst Erfahrungen in Deinem Körper bewusst abrufbar zu speichern und diese körperlich nachvollziehbar zu zeigen. So kannst Du anderen die Essenz Deines eigenen heftigen Erlebens nahebringen – ein wesentlicher Kern des Schauspiels. Das Training umfasst die Erfahrung der vollen Bandbreite „analoger Sprache“ von frei assoziierten Körperimprovisationen, über geführte Zufälle, bis hin zur Ausführung festgelegter körperlicher Formen. Begriffe wie Haltung, Spannung, Beziehung, Wollen werden plastisch und praktisch umsetzbar. Du erkennst eigene Begrenzungen oder Behinderungen, in denen Du Dich selbst bewegst. Du bringst Töne, Atem, Bewegungen, Gesten, Worte in eine authentische Kongruenz. Weiterhin verlierst Du Hemmungen, Ängste, Selbstverhinderungsimpulse (Selbstzensur) und befreist Dein angeborenes kreatives Ausdrucksvermögen von klischeehaften Vorstellungen und irreführenden Glaubenssätzen. Daraus verbleibt Dir ein realistisch anwendbares Handwerkszeug für Deine Berufspraxis und eigene Sozialhygiene.

riverrun-schauspieltraining / mythologisch, körperorientiert, gestalttherapeutisch basiert

II/ZIVILISATION/IM HEXENKESSEL DES THEATERS

Priester, Erfahrungen, Mythologien, Geschichten, Wiederbelebung, Rituale, Akzeptieren, Systeme, Dogmen, Wahrheiten, Worte, Propheten, Herrscher, Religionen, Gestalt
Von der Erfahrung zur Behauptung, die Idee des neuen Menschen entsteht.
Du nutzt Deine Begrenzungen und Behinderungen, die Weite Deiner Grundlagen zu fokussieren auf die zielgerichtete Vermittlung von Inhalten, Situationen, Konflikten. Textfragmente: „Faust“, Goethe / Gedichte, Rilke / „Finnegans Wake“, J. Joyce / „Das Hohe Lied Salomon“, Altes Testament / „Agamemnon“, Aischylos – Die Orestie, u.v.a.

II / Situationen, Textarbeit, Konflikt, lineare Dramaturgie
Du erfährst Deine Möglichkeiten, die Weite Deiner Grundlagen zu fokussieren auf die zielgerichtete Vermittlung von Inhalten und Zuständen. Du nutzt die konzentrierte, strukturierte körperliche Aktion, ohne Dich in Pseudotrance zu verlieren. Du durchdringst das jeweilige Wesen des Spielthemas und setzt diese Erkenntnis in Beziehung zu Dir. Du wirst ganz Text, ganz Wesen, ganz Figur, ganz Gestalt – in einer selbst geschaffenen, permanent veränderlichen Situation. Du erfährst den Ursprung des Textes aus Dir selbst, indem Du eigene Probenerfahrungen lyrisch umsetzt. Diese eigenen Gedichte werden in szenischen Improvisationen mit vorgegebenen Texten verbunden und in den direkten, impulsiven Kontakt mit den jeweiligen Spielpartnern gebracht. Deine eigene (Sing)stimme wird als organisches, natürliches Instrument mit ihrem dazugehörigen körperlichen Ursprung erfahren. Körper, Stimme, Situation, Haltung, Geste, Wort, Gesang werden eine glaubhafte Einheit. Die bisherige körperliche Erfahrung, jene kreisförmige Dramaturgie des Augenblicks, umhüllt unsichtbar die erzählten Geschichten, nun eine lineare Dramaturgie mit Anfang und Ende, Ursache und Wirkung, Kampf und Belohnung.

riverrun-schauspieltraining / mythologisch, körperorientiert, gestalttherapeutisch basiert

III/MENSCHMASCHINE/MEDIEN UND WIRKLICHKEIT

Berufsschauspieler, Konflikte, Rollen, Sein und Schein, Inszenierung, Verführung, Manipulation, Doppelbotschaften, Identitäten, Flexibilität, Rezitieren, Gestalten, Beherrschen, Unterwerfen, Dynastien, Nationen, Staaten, Bündnisse, Stars, Führer, Gesicht
Vom Denkvorgang zur Diktatur des Denkens.
Du kanalisierst die innerweltlichen Konflikte und Leidenschaften, Deine und die Deiner Rolle – machst diese Deckungsgleich und verwendest die frei werdende Energie in der szenischen Situation, statt zur Selbstunterdrückung. (Nimm es in die Rolle!)

III / Identifikation, Rollenarbeit, Szenenstudium

Du erfähsrt den Wert und das Leid der Struktur von Bühne, Regie und Szene. Schrittweise wird aus Deinem persönlichen Hemmnis und den äusseren Umständen ein Gewinn. In diesen tatsächlichen und nicht gedachten/interpretierten Konflikten im Hier und Jetzt, entdeckst Du Dein Material für die Szene. Du kanalisierst innerweltliche Konflikte und Leidenschaften – eigene und die Deiner Rolle – machst diese Deckungsgleich und verwendest die frei werdende Energie in der szenischen Situation, statt zur Selbstunterdrückung. (Nimm es in die Rolle!)
Du findest im Hier und Jetzt, im Kontakt mit den KollegInnen das Wesen der Beziehung der handelnden Figuren, wenn Du es bist, der Deine Rolle einnimmt. Du lernst erkennen, was sich unter der Oberfläche von Text und Partitur verbirgt und wie Du das so entdeckte Wesen von Figur und Situation unaufdringlich in das Bühnengeschehen einbringen kannst. Welche Wirkung entfaltet sich, wenn Du als Spieler, Dich den Signalen Deiner gewaltigen Impulse anvertrauen und Deine Identität der Rolle, dem Gesang zur Verfügung stellen kannst? Wie verändern sich Szenen?

riverrun-schauspieltraining / mythologisch, körperorientiert, gestalttherapeutisch basiert

Die Dokumentation ist passwortgeschützt und nur für den internen Gebrauch bestimmt.
Du findest hier kurze Videoaufzeichnungen der gemeinsamen Arbeit und Eure anonymisierten Feedbacks.

Zerboni Schauspielschule, München (Masterclass, 3. Ausbildungsjahr)

Hochschule für Musik, Nürnberg (BA 7./8. Semester und MA 1./2. Semester)

Zerboni Schauspielschule München, 2 Jahrgang -> T.S. Eliot „Das wüste Land“

Hochschule für Musik Nürnberg, BA 7./8. Semester ; MA 1.-4. Semester -> R. Wagner, G.v. Straßburg „Tristan und Isolde“

cage_riverun_schauspielseminar

Kunst

… besitzt die Fähigkeit uns lebhaft mit einer anderen Vision der Realität zu konfrontieren. Doch diese Konfrontation bereichert nicht nur die Fantasie. Sie attackiert auch unsere Gewohnheiten und stellt die Dogmen unseres Denkens bloß.

Sehgewohnheiten hinterfragen, Denkweisen verändern, überholte Selbstkonzepte aufzeigen: neue Horizonte eröffnen!
Damit wird Kunst im Theater seinem mythologischen Ursprung gerecht. Hier beginnt Entwicklung und Gesellschaft.
Es geht nicht um den Inhalt, dieser ist seit tausenden Jahren in tausenden Varianten gleich: Liebe und Krieg zwischen den Menschen.
Es geht um das WIE! WIE zeige ich diese Inhalte. Was macht das Gezeigte mit Dir?
Und dann beginnt Kontakt, Gespräch, Veränderung.

In the modern western world, we tend to regard art either as decoration, to add color and interest to our homes and public buildings, or as something remote from practical life, to be preserved in museums.
Direct Impact Creativity: A creative act or action that has an immediate and transformative effect on the life process.
Socrates said, “Change a country’s music and you change the country’s political system.”
This is what is meant by Direct Impact Creativity: a creative act that has a directive and transformative impact on one’s life.

Paul Rebillot

Teures Haupt!

Semesterabschluss 2018 mit Frauke Mayer (Mezzosopran, MA Musiktheater, 4 Semester) und Pia Schwarz (Mezzosopran, BA Musiktheater, 8 Semester).

Eine collagierte filmische Interpretation folgender Inhalte: Aischilos, Orestie, Agamemnon, 5.Szene / G.E. Lessing, Tanzbär / F. Schiller, Hoffnung / Ghoethe, Faust, 15. Szene, Musik F. Schubert

Im Lärm der Großstadt vor der Kirche

Ich bin sehr erstaunt, was dieser Unterricht bei mir gemacht hat und ich bin sehr froh, dass du es geschafft hast, mir zu zeigen, dass es sich lohnt es zu versuchen. Ich hatte von Unterricht zu Unterricht, ein immer besseres Gefühl und habe gemerkt, dass dein Weg den du uns gezeigt hast, auch für […]

Pierrot Lunaire von A. Schönberg, Bachelorarbeit Pia Schwarz, SS 18

„…  Als ich mit dem „Pierrot Lunaire“ begonnen habe, sah ich mich 21 Einzelstücken gegenüber, die mir noch sperrig erschienen und die wie ein unüberwindbarer Berg vor mir standen. Ich hatte Sorge, nicht alles zu schaffen, da wir in sehr detaillierten und kleinen Schritten vorwärts gegangen sind. Jeder einzelne dieser Schritte war aber relevant […]

Erwartung von A. Schönberg, Masterarbeit Rafaela Fernandez, SS 18

„… Die Arbeit war anders als ich mir vorgestellt habe. Ich habe auf eine Regie erwartet und genaue Richtung.  In der ersten Woche war schon klar: „du brauchst keine Lichtung, keine Bühne, kein Kostüm- wichtig ist was du spürst und wie du das spielst.“ Wir haben viel über dem Text gesprochen und dass hat […]

Nennt Ihr das Seele? Auf in das Jenseits von Gut und Böse! WS 17/18

„… Das Seminar hat mir geholfen meinen Kopf auszuschalten, im Moment zu sein & größtenteils von der Selbstbeobachtung wegzukommen. Außerdem hat es mir einen Zugang zu meinem Körper gegeben, den ich bis jetzt noch nicht kannte. …

… Zuerst wollte ich mich nochmal für diese spannende Zeit bedanken, aus der ich unglaublich viel mitnehmen konnte! […]

Ritual outdoor

… die Arbeit heute hat mir sehr viel Spaß gemacht. Eigentlich möchte ich gar nicht von „Arbeit“ sprechen, denn ich habe es eher als nettes Beisammensein empfunden, während dem ich neue Erfahrungen machen konnte. Vorher dachte ich noch, der Flashmob würde eine riesige Aktion und dass wir sicherlich einige Hürden überwinden müssten – aber […]

Szenenstudium „Zimmerschlacht“

… es war eine wahnsinns Erfahrung! Ich wusste zuerst nicht, wie es werden soll, da ich bei meinem letzten Dreh für Aktenzeichen gemerkt habe, dass ich sehr von der Kamera abgelenkt war, anstelle mich auf die Szene zu konzentrieren. Aber das war gestern gar nicht der Fall, weil wir uns so viel Zeit genommen […]