riverrun mythmakerz 2019-09-16T17:09:24+00:00

Die Seele des Menschen ist der Ort, wo Gott mit dem Teufel ringt.

Dimitri Karamasov

Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.

Christian Morgenstern
  • riverrun mythmakerz
    Ein Weg zur archaischen und transzendentalen Erfahrung Deiner künstlerischer Arbeit.
    Aus Schauspiel wird Spielen wird Lebenskraft.
    Die Poesie des Mythos leben. Die Sprache der Natur sprechen.

  • Das Seminar findet durchgehend als  schauspielerische Aus- und Weiterbildung für eingeschriebene StudentInnen und SchülerInnen, an der Hochschule für Musik in Nürnberg und aktuell der Zerboni Schauspielschule in München statt. Weiterhin finden in unregelmäßigen Abständen Workshops statt. Orte und Zeiten erfährst Du auf Anfrage.

  • Videodokumentationen szenischer Arbeiten und Feedbacks teilnehmender KünstlerInnen findest Du im riverrun Schaufenster

der neue mensch
  • AT:
    Die Poesie des Scheiterns
    A way a lone a last a loved a long the
    riverrun,
    Past Eve and Adam`s, from swerve to bend of bay
    brings us by a commodius vicus of recirculation back to Howth Castle and Environs.
    mythmakerz
    Eine Materialsammlung zur archaischen, spielerischen und transzendentalen Erfahrung Deiner künstlerischen Arbeit.
    Zusammengetragen und verbunden von Olaf Rauschenbach
    Mit dieser Arbeit entspreche ich der Bitte vieler SchülerInnen und StudentInnen, die Inhalte aus dem Seminar „riverrun mythmakerz“ schriftlich zusammenzufassen. Weiterhin wollte ich glaubwürdig arbeiten und meine Spekulationen, Vermutungen und Schlussfolgerungen entsprechend belegen. Daher mutet das Erscheinungsbild etwas wissenschaftlich an. Davon kann allerdings keine Rede sein, ich arbeite bestenfalls poetisch. Die zahlreichen eingefügten Zitate, sollen Dir einzig eine fundierte Bereicherung und Ergänzung sein, Dein Streben, wonach auch immer, zu hinterfragen. Weiterhin vervollständigen sie meine Gedankengänge, aus wissenschaftlicher Sicht. Möglicherweise bin ich bei der Angabe des jeweiligen Erscheinungsjahres etwas ungenau. Zahlen recherchierte ich mit der Emotionalität eines Schauspielers. Was sind schon 10 Jahre im Mythos?! Nicht mehr als die Ewigkeit eines Wimpernschlages.
    In den einzelnen Kapiteln gebe ich meine immer subjektiven Erfahrungen, aus der künstlerischen Arbeit auf mythologischer, religionswissenschaftlicher und gestalttherapeutischer Basis wieder. Nach einem allgemeinen Überblick, in dem ich die Götter dieser Welt in jedem Menschen selbst verorte und die Themen meiner Aufmerksamkeit anschneide, setzte ich mich dichterisch mit dem menschlichen Denken und Streben und seinen realen Konsequenzen auseinander. Schließlich finde ich einen Ausweg aus einer Krise, die nach Rudolf Bahro eine In-Weltkrise sein muss. Dieser Weg ist eine Erfahrung – poetisch und spielerisch. Ich ergänze die heute vorherrschenden analytischen, zielgerichteten Methoden (sich z.B. einem geschriebenen Text zu nähern), um einen radikalen Gegenentwurf – einer Lebenshaltung: die Konzentration auf den Augenblick und das damit mögliche, lernende Spiel im Moment ewiger, mythischer, unzählbarer Zeit. Ein Leben mit links, dem weiblichen Lebensprinzip in mir.
    Statt das Buch zielgerichtet von vorn bis hinten chronologisch durchzulesen, kann es sinnvoll sein, zunächst willkürlich und dem Zufall folgend, einzelne Abschnitte zu öffnen und sich so inspirieren zu lassen. Das erklärt auch, warum sich zentrale Motive im Kontext eines anderen Zusammenhanges öfter wiederholen.

    „Zufall ist genaugenommen ein Sprung, schafft einen Sprung heraus aus der Reichweite des eigenen Halts an sich selbst.“(Cage, 1961, 45`für einen Sprecher, S.97)

    Und weil die Mutter des Theaters das Scheitern ist, wünsche ich Dir für die Lektüre  und Dein weiteres künstlerisches Leben „Hals und Beinbruch“ oder „Wird schon Schiefgehen“. Du wiederum bleibst ehrlich bei Dir und verzichtest auf jedes floskelhafte Dankeschön. Und sollte es Dir doch rausrutschen, bist Du sofort als gedankenloser Lügner und Schwätzer entlarvt.

    Die vollständige Materialsammlung aktualisiere ich schrittweise unter dem Menü Materialsammlung Poesie des Scheiterns. Nachfolgend findest Du Leseproben aus dem Einleitungskapitel.
2019-09-11T20:43:33+00:00

Da wo Du nicht bist, ist das Glück.

Da wo Du nicht bist, ist das Glück “Der schlimmste Feind des Menschen ist der Mensch, immer bereit nach des Teufels Unterweisung Unheil anzurichten, sein eigener Scharfrichter, ein Wolf, ein Satan gegen sich selbst und andere. Kein Dämon kann so plagen, kränken und quälen wie der Mensch seine Mitmenschen. Wie oft verwende ich allen Scharfsinn darauf, mich zu Grunde zu [...]

2019-09-11T20:34:18+00:00

I / Alle Götter in mir!

I / Alle Götter in mir! Gehör erbitt ich   aller heiligen Geschlechter, höhrer und mindrer    Söhne Heimdalls; du willst, dass ich, Walvater,    wohl erzähle ält’ste Kunde der Wesen,     derer ich mich erinnere.[1] “Tristan und Isolde”, “Orpheus und Eurydike”, “Penthesilea”, “Die Orestie”, “Der Herr der Ringe”, “Narnia”, “GOT” … allen Opern, Theaterstücken, Filmen, Liedern und Gedichten unserer zivilisierten Welt, liegen Bilder [...]

2019-08-19T17:13:18+00:00

II / Geschöpfe die nun vom Aussterben bedroht sind

II / Geschöpfe die nun vom Aussterben bedroht sind „Diese ewige Rückkehr zu den Quellen des Heiligen und Wirklichen, rettet […] rettet die menschliche Existenz vor dem Nichts und dem Tod. […] Die ihres religiösen Gehaltes entleerte Wiederholung führt jedoch notwendig zu einer pessimistischen Sicht der Existenz. Die zyklische Zeit, die nicht länger ein Weg zurück  zu einer Situation des [...]

2019-08-19T17:13:31+00:00

III / Das wörtliche Verständnis des Mythos entstellt seinen Sinn

III / Das wörtliche Verständnis des Mythos entstellt seinen Sinn Wissenschaftlicher Konsens ist heute: Mythen und Religionen sind zuerst poetisch zu lesen, als ein Symbol des Menschen im System der ihn bettenden Natur und seiner Entwicklung darin. Sie zeigen „das menschliche Herz im Konflikt mit sich selbst“[1], sind somit intrapersonelle Tatsachen und erst in zweiter Instanz historische. Ja, Mythen und [...]

2019-08-19T17:13:46+00:00

IV / Über die Begriffe hinaus gehen und etwas anders machen

IV / Über die Begriffe hinaus gehen und etwas anders machen „Wir sind alle Pilger auf der Suche nach Wahrheit. Wir dürfen nie vergessen, dass das göttliche Mysterium, die letzte Wahrheit, unsere Begriffswelt übersteigt. Wollen wir zu dem Mysterium gelangen, das jenseits von Worten und Gedanken, von Leben und Tod liegt, müssen wir über die Begriffe hinausgehen.“[1] Will ich wieder [...]

2019-08-19T17:13:58+00:00

V / Anfängergeist

V / Anfängergeist Nichts was mich unterhält, existiert ohne meinem immer währenden inneren Drama. Hinter aller Inszenierung des Welttheaters jedoch, verstecken sich die Mythen der Kulturen - die wahren Geschichten, die die große Zeit offenbaren. Sie tragen das leuchtende Purpurgewand im Sonnenglanze des gewohnten Lebensschein und wirken doch eifrig treibend, aus dem sumpfigen Urgrund der Zeitlosigkeit schlechthin. ”Der Mensch vermag [...]

2019-08-19T17:14:18+00:00

VI / Projektionen

VI / Projektionen “Während in unserer “Zeit der Trennungen” die Tendenz vorherrscht, die Einheit der Dinge zu zerlegen, die Dinge in Komponenten zu zersplittern […] zeigten sich der archaischen Mentalität die Dinge der Welt in viel größerer Einheit […] Was also viele Wissenschaftler eine “Krankheit des Geistes” nennen, scheint die Auflösung einer trennenden, analytischen Anschauung zu sein, durch die eine [...]

2019-08-19T17:14:36+00:00

VII / Heldentum ist innerlich

VII / Heldentum ist innerlich Welchen Raum gebe ich der wiedererwachenden, fragilen Phantasiewelt in mir und wie schütze ich ihre/meine Wesen vor meinem Streben nach dem “Neuen Menschen”, dem “neuen Adam”? Jenem unerreichbaren Menschideal unserer überheblichen, objektzentrierten Kulturgeschichte, in dem ich konditioniert bin? Wie vollbringe ich diese Heldentat? “Es ist vollbracht, […] der Held aus Juda siegt mit Macht und [...]

Don’t push the river, it flows by itself – It flows above us and beneath us but in the middle we dance in the moonlight, at the river’s edge.

Alida Brill