Das wörtliche Verständnis des Mythos entstellt seinen Sinn.

Joseph Campbell

Der neue Mensch; Mythmakerz.

SYMBOLE

Entschlüsseln und Verstehen
Eine hilfreiche Podcastsammlung des BR 2 zum Nachhören.
mit freundlicher Genehmigung der Redaktionen Radio Wissen, Evangelische Perspektiven, Katholische Welt

Der Teufel hat viele Namen – Der Mythos vom Bösen

Was verbirgt sich eigentlich hinter der mythischen Gestalt des Teufels, die erst seit der Aufklärung bei Vielen in Vergessenheit geraten ist? – Eine Auseinandersetzung mit den Erzählungen vom Bösen. Autorin: Christiane Adam

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Eine nackte Frau auf dem Altar, eine schwarze Katze, womöglich ein Ziegenbock. Auf dem Boden ein umgekehrtes Pentagramm, viel Räucherwerk und Alkohol – kurzum, Sex, Drugs und Brimborium. So huldigten die Teufelsanbeter ihrem Gebieter, der ihnen alle Ausschweifungen und Perversionen erlaubte. Die Teufelsjünger und -jüngerinnen mussten ihrem Gebieter in teils demütigenden, teils lustvollen Ritualen die Treue schwören. Völlige Ergebenheit an den starken Führer einerseits, lustvolles Sündigen andrerseits waren die zentralen Anziehungskräfte, und das Muster bewährt sich durchaus bis heute. Der Teufel, auch als Baphomet, Behemot und Belial, Beelzebub und Samiel sowie unter unzähligen weiteren Namen bekannt, wurde vornehmlich als Bock dargestellt (später reduziert auf den Bocks- oder Pferdefuß), so, wie die Gottheiten vieler heidnischer Religionen. Das Christentum konnte die alten Götter nicht verdrängen, also wurden sie als Verkörperung des Bösen in das christliche Weltbild integriert. Teufelskulte, Rituale, Geschichten – und die Psychologie dahinter.

Das Wort ‚Dämon‘ kommt aus dem Griechischen: ‚daimonos‘ bezeichnete ursprünglich eine göttliche Kraft, die meist positiv und schützend auftrat, gelegentlich aber auch strafend und zerstörerisch sein konnte. Im ersten Jahrhundert entwarf der jüdische Philosoph Philo die Vorstellung vom guten und bösen Daimonenpaar, das jeder Mensch in sich trägt. Dieses Bild wurde vom Christentum übernommen; allerdings nannte man die unsichtbaren Geistwesen nun ‚Botschafter‘, griechisch ‚angellos‘: Engel. Der Daimon wurde aber auch zum bösen Geist, der nun noch in der Hölle einen Job fand: als teuflischer Dämon. Im Mittelalter entstand neben der so genannten ‚Angelologie‘, die sich mit den Engeln befasste, die Disziplin der Dämonologie. Sie sollte bis in die Neuzeit fortbestehen: Nicht nur die Hexenverfolger im 17. und 18. Jahrhundert sahen überall Dämonen, sondern auch noch die ersten Naturwissenschaftler, die hinter den rätselhaften Kräften der Physik unsichtbare, boshafte Geister vermuteten. Autorin: Imogen Rhia Herrad / Regie: Irene Schuck

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Die Natur ist beseelt, das sieht jeder Mensch. Sie wird von Feen, Nymphen, Faunen und Wassermännern bewohnt, das weiß jede Kultur. Märchen und Mythen benennen Zauberwesen unterschiedlich: Im orientalischen Raum sind es Peris und Dschinns, die hinter der materiellen Welt walten, in irischen Sagen die koboldhaften Leprechauns und böse Gestalten wie die Todesfee Banshee, deren Ruf als Todesbotschaft gefürchtet wird. In den ungarischen Märchen ist es die schöne Fee Ilona, die sich hinter einem Federnkleid verbirgt und sich in einen Sterblichen verliebt. Und in der keltischen Artus-Sage sind es Morgana und Viviane, die die Menschen leiten, lieben, verführen oder dem Untergang weihen. Denker und Forscher erkannten schon im Altertum, dass es sich bei den Zauberwesen um die Projektionen menschlicher Gefühle und Befindlichkeiten handelt. Psychologen des 20. Jahrhunderts wie C.G. Jung und Karl Kerényi kamen zu dem Schluss, dass Mythen als eine Art Lebenshilfe fungieren und dass Naturgeister die elementaren Dinge des Lebens verkörpern: Angst und Hoffnung, Liebe, Sex und Tod. Autorin: Katalin Fischer / Regie: Susi Weichselbaumer

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Hat Medea ihre Kinder getötet oder wurde sie das Opfer einer Rufmordkampagne? Der antike Mythos von der eifersüchtigen Ehefrau des Argonauten Jason erfuhr im Laufe der Jahrhunderte viele literarische Umformungen und Deutungen. Von: Justina Schreiber

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Adam und Eva im Paradies – Gott hätte es doch so gut gemeint. Und trotzdem läuft die Sache schief. Evas Griff nach dem Apfel zerstört den Frieden zwischen Mensch, Natur und Gott und eröffnet die menschliche Geschichte mit all ihren Risiken und Abgründen. Der biblische Schöpfungsmythos hat die europäische Kulturgeschichte zutiefst geprägt und illustriert bis heute das menschliche Verhältnis zu Geschlechterdifferenz, Sexualität und Tod, das Streben nach Erkenntnis und Wissen. Eva wurde zur Mutter der Sünde und zur Mutter der Zeit – und Adam? Für den gelten mildernde Umstände. So einfach und farbig die biblische Geschichte von Adam und Eva sich darstellt, so vielseitig formbar ist sie auch: Spiegel der Grundfragen menschlicher Existenz und aller großen sozialen, geistigen und künstlerischen Umbrüche, Ursprung, der mitgeht, der die Menschen begleitet. So kennen wir den Anfang aus biblischer Sicht. Archaische Kulturen erzählen ganz andere Geschichten davon, wie alles begann: Ein Lachen, das Seen und Flüsse speist, ein Flügelschlag, der die Welt beseelt, Muscheln, aus denen Sonne und Mond aufsteigen oder ein Welt-Elternpaar, aus dessen Umarmung Himmel und Erde entstehen. Voll Anmut und Poesie präsentieren sich die zahlreichen uralten Weltentstehungsmythen. Autorin: Brigitte Kohn / Regie: Irene Schuck

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Im Hinduismus verkörpert Shiva das Prinzip der Zerstörung. Doch dieses Prinzip bedeutet zugleich Wandlung, Schöpfung, Neubeginn. Er gilt als der Gott der Götter, als der Urgrund allen Seins. Autor: Frank Halbach

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ .

Kali ist die indische Göttin des Todes und der Zerstörung und zugleich die verehrte Mutter, Verkörperung göttlich weiblicher Urenergie, gütige Lebensspenderin und Schöpferin. Wie geht das zusammen? Autor: Frank Halbach

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Ohne Atem kann der Mensch nicht leben. Atmen ist der elementarste Akt des Lebens. Gesteuert wird er – gleichsam automatisch – vom vegetativen Nervensystem. In allen Kulturen und Religionen wird der Atem aber auch mit der Seele verglichen. Von Lisa Laurenz

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr

Der moderne Mensch hat sich von seiner Mitwelt fast völlig abgenabelt. Er sieht sich als getrennt von der Natur, die er beherrschen will. Alte Kulturen haben sich mit der Welt verbunden gefühlt und diese Verbundenheit durch zahlreiche kulturelle und religiöse Werkzeuge immer wieder erneuert. Eine davon war das Konzept des „Totems“. Dabei handelt es sich um etwas anderes als die bei Karl May beschriebenen Totempfähle, die angeblich der Marter dienten. Totems sind vielmehr der Ausdruck einer engen Verwandtschaftsbeziehung eines Clans oder eines Individuums zur Tierwelt. Die Regeln, die mit dieser Verwandtschaft zu einem tierischen Urahnen verknüpft waren, hatten sowohl ökologisch-nachhaltige, wie spirituelle und soziale Funktionen und halfen den traditionellen Gesellschaften, sich unter schwierigen Bedingungen zu erhalten. Totems können auch Gegenstände, in Wüstengegenden auch Wasserquellen sein. Der Glaube an Totems, die das Leben des Einzelnen oder der sozialen Gruppe beeinflussen können, basiert auf der animistischen Weltsicht der Jäger- und Sammlerkulturen und kommt auf der ganzen Welt in unterschiedlichen Ausprägungen vor. Und auch in unserer Kultur gibt es Reste dieser alten religiösen Riten und Symbole – zum Bespiel in Form der Tiere, die das Wappen vieler Städte enthalten. Autor: Geseko von Lüpke / Regie: Axel Wostry

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Über die ganze menschliche Kulturgeschichte stand die Wildnis im Gegensatz zu Kultur und Zivilisation: Kultur war dort, wo die Wildnis überwunden war. Das Wilde galt als chaotisch, gefährlich, bedrohlich. Aufgabe des Menschen war es, die wilde und unvollkommene Natur zu verbessern und zu perfektionieren. Seit deutlich wurde, dass sich der Mensch mit der Aufgabe, die Schöpfung untertan zu machen, heillos überfordert hat, hat sich auch der Wildnisbegriff grundlegend verändert. „Wildnis“ hat wieder Hochkonjunktur. Abenteurer und Überlebenskünstler gelten als moderne Helden; die Tourismusindustrie lockt erfolgreich in die „letzten Paradiese“, die Erlebnispädagogik preist den Wert der Wildnis für schulisches Lernen, soziale Therapien und Managementkurse nutzen die Wildnis für Persönlichkeitsentwicklung. Naturschützer und Landschaftspfleger erheben die Wildnis zum Kulturgut. Statt den Menschen als einzigen Erschaffer und Bewahrer des „Guten, Reinen, Schönen“ zu sehen und die Wildnis mit Chaos, Unordnung, Schrecken und Gewalt zu assoziieren, wird die Wildnis heute eher als ursprünglich, harmonisch, nachhaltig empfunden. Autor: Geseko von Lüpke / Regie: Irene Schuck

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder beim Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Der Weltenbaum: Zentrum der Welt und Mittelpunkt der Schöpfung. Seine Wurzeln reichen tief hinab, seine Äste hoch hinauf, er verbindet Himmel, Erde und Unterwelt. Er steht als vollkommendes Symbol für das Leben. Die Germanen kannten die Weltenesche Yggdrasil, die Ägypter den Isched-Baum, die Perser den Simurgh-Baum, die Mutter aller Bäume, die Griechen den Baum der Hesperiden. Islamische, jüdische wie christliche Überlieferungen beschreiben das Urbild vom Paradiesgarten mit dem Lebensbaum im Zentrum. Die Geschichte des ersten Menschenpaars und des Baums der Erkenntnis rückt hier in ein Licht von Sünde und Schuld. Tatsächlich aber scheinen, wie etwa bei den Ureinwohnern Hawaiis, der Lebensbaum und der Baum der Erkenntnis ursprünglich eins gewesen zu sein. Da der Weltenbaum alles ist, bringt er auch Wissen. Daher fand die Ausbildung der Druiden im Wald statt, daher brachte Odin die Runen von der Weltenesche mit, daher suchte Buddha den Baum der Erleuchtung. Ein näherer Blick auf den Weltenbaum offenbart ein erstaunlich einheitliches, internationales und religionsübergreifendes Bild. Autor und Regie: Frank Halbach

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Bereits in vorchristlicher Zeit galten Bäume als Orte, an denen sich das Göttliche offenbarte. Diese Überzeugung wurde aber – als das Christentum sich auszubreiten begann – als heidnisch verfolgt, ungeachtet zahlreicher biblischer Bezüge, die den Baum ebenfalls hervorheben. Andreas Pehl untersucht den Zusammenhang zwischen heidnischer Baumverehrung, christlichen Mythen und Heiligengeschichten, die bis heute erzählt werden.

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Der letzte Dreck? Von der Erde, von der wir leben.

Ohne fruchtbare Böden ist ein Leben auf der Erde nicht denkbar. Dennoch müllen wir den Boden unter unseren Füßen zu, versiegeln, betonieren, asphaltieren oder besprühen ihn mit Giften und Gülle, die sich wie ein Pesthauch übers Land legt. Böden, der letzte Dreck! Der Klimawandel tut das seinige: weltweit sind durch Erosion rund 1,2 Milliarden Hektar wertvollstes Ackerland in den letzten 60 Jahren verlorengegangen, eine Fläche so groß wie China und Indien zusammengenommen. Böden sind Vielkönner, wenn man sie pflegt; sie können buchstäblich Unglaubliches aushalten, solange der Grundansatz ökologische Vielfalt statt Monokultur heißt. In der Politik taucht das Thema Boden bislang nur bei landwirtschaftlichen Krisen auf; die UN hatten daher 2015 zum Jahr des Bodens ausgerufen, um auf die katastrophalen Folgen von Ausbeutung und Übernutzung hinzuweisen, und die Kostbarkeit des Erdbodens ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Erde ist aller Menschen Heimat, die uns (er)trägt und nährt und vielen indigenen Kulturen damals wie heute als heilig gilt. Von Peter Erlenwein

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Räuchern erfreut sich neuer Beliebtheit, in allen möglichen Zusammenhängen – und längst auch außerhalb der katholischen Kirche. Menschen räuchern ihre Häuser aus, testen die energetische Wirkung und verbinden damit eigene Rituale. Friederike Weede über das Räuchern als religiöse Erfahrung. VON: Weede, Friederike

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Die Klimakrise bedroht uns alle, könnte weltweit Welternährungsschwierigkeiten und Migrationswellen auslösen und zwar in so gigantischem Ausmaß, dass viele lieber gleich den Kopf in den Sand stecken, als nach politischen oder umweltethischen Wegen aus der Krise zu suchen. Dabei liegen die Instrumente zur Bewältigung des Klimawandels längst vor uns ausgebreitet, in den Weisheits- und Spiritualitätstraditionen verschiedener Religionen und Kulturen auf allen Kontinenten. „Für die Zukunft der Welt – Spirituelle Antworten auf den Klimawandel“, ein Feature von Geseko von Lüpke.

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Mary Shelleys Roman über Dr. Frankenstein, der einen künstlichen Menschen erschafft, feiert seinen 200ten Geburtstag und wirkt aktueller denn je: So will etwa die Bewegung des Transhumanismus die Grenze zwischen künstlicher und natürlicher Intelligenz auflösen und einen komplett Hightech-optimierten Menschen schaffen. Ist das menschlicher Schöpferdrang oder Hybris? In ihrem Feature: „Frankensteins Freunde“ zeigt Friederike Weede, welche historischen und literarischen Vorläufer die modernen Frankensteins haben und ob der Drang, menschliche Intelligenz zu kreieren, bereits unumkehrbar ist. Von Friedericke Weede

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Wer im Urlaub unterwegs ist, hat mehr Sinn für den Sinn als sonst. Der Blick wird anders. Das Kleine wird bedeutsam. Mittlerweile gibt es Angebote der Kirchen für Touristen, die auf das Bedürfnis nach Stille und Tiefe reagieren. Matthias Morgenroth ist im Bayerischen Wald unterwegs und fragt zugleich: Wie kann das, was im Urlaub das Leben so lebenswert macht, auch in den Alltag integriert werden? Er wird fündig unter dem Stichwort Mystik to go. Von Mathias Morgenroth

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Wie Mediziner das Zusammenspiel von Körper, Seele und Geist neu entdecken: Das Bewusstsein wächst: Heilung ist bei vielen Diagnosen erst dann in Sicht, wenn Körper, Seele und Geist als Einheit begriffen werden. Und wenn mit einer Heilkraft gerechnet wird, die über die Medizin und die ärztliche Heilkunst hinausgeht. Denn jede psychische und körperliche Krise kann zugleich als spirituelle Krise wahrgenommen werden. So suchen viele neue und selbstbewusste Wege für ihre Gesundheit und ihr Seelenheil zugleich. Wege, die wieder zusammenbringen, was bei uns normalerweise getrennt behandelt wird, Heil und Heilung, Körper und Seele. Seit mehr als 35 Jahren treffen sich in Heiligkreuztal Menschen aus Heilberufen und aus Theologie und Seelsorge, um sich auszutauschen und wieder zusammenzubringen, was zusammengehört. Krankheit ist dann nicht nur ein Störfaktor in einer Körpermaschine, sondern ein Wegweiser für ganzheitliche Wachstum. Und Erfahrungen mit geistigem Heilen werden genauso ernstgenommen wie psychosomatische Zusammenhänge. Von Mathias Morgenroth

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Vier Generationen nach Ende des zweiten Weltkriegs wird die Rhetorik wieder härter – von dem Ruf „Nie wieder Krieg“ keine Spur mehr. Warum bekommen wir den Krieg nicht aus unserem Denken und Fühlen? Fallen die Menschen auf Urbilder der Seele herein, auf uralte Mythologien, dunkle Götter des Krieges? Geseko von Lüpke geht der Frage nach.

(Dieser Bericht endet, wo wir anfangen: bei der eigentlichen Entschleierung und lebendigen Erfahrung der dunklen Seite des Mythos, als DIE lebensspendende – und erneuerende Kraft in uns. Anm.O.R.)

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Der Ansatz des „Sacred Activism“ erobert die Welt. Die westliche Zivilisation befindet sich am Wendepunkt. Es geht darum, eine Kultur der Naturzerstörung und des ewigen Wirtschaftswachstums zu beenden, die in eine globale Mega-Krise zu führen droht. Und es gilt, eine nachhaltige, lebensfördernde Kultur zu erbauen, die zukunftsfähig ist. Je mehr die existentiellen Grundlagen des planetaren Lebenssystems gefährdet sind – die Reinheit des Wassers, das Leben in den Meeren, die Klarheit der Luft, das Gleichgewicht des Klimas, der Schutz der Böden vor Erosion und Verwüstung – desto mehr geht es im globalen zivilgesellschaftlichen Widerstand tatsächlich um die existentiellen Grundlagen des Lebens selbst. Immer öfter berufen sich Aktivisten gegen die Zerstörung von Natur und Lebensqualität deshalb darauf, für die „Heiligkeit des Lebens“ zu kämpfen. Politisch-ökologischer Widerstand bekommt damit eine spirituelle Komponente, die auch die Form des Protestes verändert. Die Sendung berichtet von Initiativen in Palästina, den USA, Brasilien, Portugal und Deutschland. Von Geseko von Lüpke

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Jahrhunderte von Kriegen und Unterdrückung kennzeichnen die Geschichte, Zeitalter von Gewalt gegen Frauen, gegen Minderheiten, gegen Arme. Ein Jahrhundert der Völkermorde liegt hinter uns, systematische Ausrottungspolitik wird bis heute praktiziert. „If we don’ t heal, we continue to kill“, sagt der kolumbianische Theaterpädagoge und Therapeut Hector Aristozabal. Er ist einer derjenigen, die sich von Erfahrungen der Gewalt nicht haben einschüchtern lassen, sondern die eigene Traumatisierung so verarbeitet haben, dass sie heute als Aktivisten für eine friedvolle Zukunft mit anderen Traumatisierten arbeiten. Die Sendung portraitiert solche „verwundeten Heiler“ aus Deutschland, Kolumbien, Südafrika, Japan und dem Nahen Osten. Von Geseko von Lüpke

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Unternehmen bemessen die Zeit in Jahresbilanzen, Politiker allenfalls in Legislaturperioden. Je schneller das Leben wird, desto kürzer werden die Zeit-Räume, denen wir uns bewusst sind. Der moderne Mensch lebt in einem Zeit-Käfig, abgetrennt von den Wurzeln der Vergangenheit und weitgehend blind für die Tiefen der Zukunft, die sich nach ihm entfalten wird. Wir verstehen uns als die Spitze der Evolution und handeln, als ständen wir am Ende der Zukunft. Dabei währt ein Menschenleben – gemessen an der Evolution des Kosmos – nur für den Bruchteil eines Augenblicks. Was passiert mit einer Zivilisation, die keine Beziehung mehr hat zu den Tiefen der Zeit? Warum zerstört die postmoderne Kultur die Zukunft? Wie können wir uns wieder rückverbinden mit der Vergangenheit, aus der wir kommen und Kontakt aufnehmen mit der Zukunft, die in uns angelegt ist? Die Sendung geht diesen Fragen nach, weitet die Räume unseres Zeitgefühls und berichtet über Ansätze und Initiativen, die Tiefen der Zeit zum Fundament unseres Handelns in der Gegenwart zu machen. Autor: Geseko von Lüpke / Regie: Sabine Kienhöfer

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Dauerhaft friedfertige Wesen – tanzende Menschen.
Tanzen ist etwas universal Menschliches. Es schafft Identität und Verbindung und kann als eine der ersten Kommunikationsformen bezeichnet werden. Von Birgit Magiera

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Trance: Bloße Halluzination oder die Möglichkeit, einen Blick hinter die Oberfläche der vertrauten Erscheinung unsrer Welt zu werfen? Ist die Welt, die wir kennen nur ein winziges Fragment der Wirklichkeit? Von Frank Halbach

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Das Paradies, den Himmel, Gott zu schauen – seit Jahrtausenden sind wir Menschen von diesem Wunsch erfüllt. Und wir versuchen, das Unsagbare in Worte zu fassen. Nicht nur die Theologen sind daran beteiligt, sondern auch viele Dichter und Literaten.
Von Lorenz Wachinger

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „der neue Mensch“

Der Begriff „Nirwana“ ist schillernd. In der westlichen Welt verbindet man mit ihm allerlei exotische Vorstellungen und ebenso viele Missverständnisse. Übersetzungen wie „absolute Leere“ oder „höchste Vollkommenheit“ sind wenig hilfreich. Denn in der fernöstlichen Spiritualität lässt sich die Erfahrung des Nirwana nicht in Worte fassen. Vorstellungen vom Nirwana und vom Paradies, das Christen erwarten, zeigen interessante Berührungspunkte. Ein Beitrag von Corinna Mühlstedt. Autorin: Corinna Mühlstedt

Veröffentlicht am 13.01.19 um 10:30 Uhr
Quelle: © HR2
Ein Podcast von HR2, Link zum Originalbeitrag, Alle Rechte liegen beim HR.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

„Der Regenbogen als Metapher von Transzendenz und Vielfalt“

Der Regenbogen ist ein Symbol für unendlich vieles – den Bund Gottes mit den Menschen, die Brücke zwischen Himmel und Erde, zwischen Leben und Tod, er steht für Epiphanien und Transzendenz, für Frieden auf Erden und ethnische Vielfalt, nicht zuletzt für freie sexuelle Orientierung. In anderen Kulturen beschützen Regenbogen-Schlangen gefährliche Schätze der Erde wie Uran, stehen für das unerwartete Auftauchen tödlicher Gefahren, symbolisieren schamanische Himmelstreppen oder buddhistische Stufen der Erleuchtung. Aber vor allem ist der Regenbogen zu allen Zeiten und fast überall ein Zeichen der Hoffnung dafür, dass es nach Krise, dunklen Wolken, Unwetter, Blitz und Donner wieder in Balance weitergeht, die Zuversicht, dass ein einbrechendes Ungleichgewicht überwunden wird. Es scheint, als würde der bunte Halbkreis am Himmel in uns bis heute die Seele berühren und Staunen, eine Freude und Leichtigkeit auslösen. Bevor der Sommer mit seinen Gewittern auch den Regenbogen wieder in unser Leben zaubert, gehen die Evangelischen Perspektiven diesem Himmelszeichen auf die Spur. Von Geseko von Lüpke

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“.

Die Heldenreise – Typologie einer Erzählung

Von: Simon Demmelhuber / Sendung: Klaus Uhrig
Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk.

Die größte Geschichte aller Zeiten

Am Gefuchtel mit Laserschwertern, Piratensäbeln und Zauberstäben alleine kann es nicht liegen. Ferne Galaxien, exotische Schauplätze, phantastische Kulissen oder seltsame Kreaturen erklären nur einen Teil der Faszination. Die eigentliche Antwort liegt tiefer, tief drin in uns selbst: All diese Geschichten, egal ob geschrieben oder gefilmt, spinnen hinter tausend Storys, Masken und Kostümen letztlich nur eine einzige Geschichte fort. Sie alle entfalten nur ein einziges Abenteuer, das uns immer wieder neu erzählt, was es heißt, ein Mensch zu sein und was das Menschwerden ausmacht.

Das Rad der Wandlungen

Dabei folgen sie einem archaischen Erzählmuster, das der amerikanische Mythenforscher Joseph Campbell aus unzähligen Sagen, Märchen, Mythen und Epen als Prinzip der Heldenreise herausdestilliert hat. Jede Kultur, jede Religion und jede Epoche kennt dieses monomythische Urmodell des Erzählens. Die Heldenreise handelt von einer Fahrt, die jeder Mensch unternimmt: Sie erzählt in der symbolischen Bildersprache des Traums und Unbewussten von der Suche nach dem Selbst, von bitteren Abschieden aus vertrauten Bindungen und Gewohnheiten, vom Wachsen und Reifen der Person. Sie erzählt von der Notwendigkeit, in einer Welt voller Ängste, Ungewissheiten, Gefahren, Schmerzen, Leid und Not durch viele Wandlungen hindurch erwachsen zu werden und auf eigenen Beinen zu stehen.

Helden wie wir

Grundgerüst und Stammpersonal dieses universalen, überall und allzeit gültigen Erzählmodells stehen unverrückbar fest. Sein Ablauf, seine Etappen und Gestalten spiegeln allgemein menschliche Erfahrungsinhalte, die der Schweizer Seelenforscher Carl Gustav Jung als Archetypen bezeichnete. Damit sind der Seele eingeprägte Urerlebnisse gemeint, die alle Menschen in gleicher oder sehr ähnlicher Weise erfahren. Wir müssen diese Geschichten nicht mit dem Verstand begreifen. Ihre Botschaft erschließt sich intuitiv, weil wir in den archetypischen Ereignissen, Protagonisten, Bildern und Symbolen unsere eigenen seelischen Prozesse, Kräfte und Bewegungen wiedererkennen. Dieses Wiedererkennen geschieht in den Tiefenschichten des Unbewussten. Dort ist uns auch ohne rationale Analyse klar, was ein Drachen, eine Hexe oder ein Schwert bedeutet. Wir wissen, was uns Prinzessinnen, Zauberer, Goldschätze oder Brunnen sagen wollen. Auf der Handlungsoberfläche erzählen Heldenreisegeschichten von so verschiedenen Heroen wie Harry Potter, Parzival, Luke Skywalker, Jack Sparrow, Odysseus oder Frodo Beutlin. In ihrer archetypischen Tiefenstruktur aber werden stets nur wir erzählt: Unsere innersten Kämpfe und Nöte, unsere Fegefeuer, Niederlagen und Siege, das ganze Drama der Individuation, der Entfaltung oder Verhinderung unserer Fähigkeiten, Anlagen und Möglichkeiten.

Das Abenteuer ruft

Die Struktur der Heldenreise ist kreisförmig. Sie beginnt stets mit einer Bestandsaufnahme, genauer gesagt mit einem Mängelbericht: Ein unerfahrener, unwissender weiblicher oder männlicher Niemand lebt ein unbedeutendes Leben in einer gewohnt-gewöhnlichen Welt. Plötzlich stellt der Ruf des Abenteuers dieses vertraute, aber auch ereignis- und perspektivlose Umfeld in Frage: Eine Begegnung oder ein Ereignis macht dem künftigen Helden klar, dass er ins Unbekannte, Weglose, Unkalkulierbare aufbrechen und eine ihm bestimmte Aufgabe erledigen muss. Aber der Held zaudert. Er misstraut dem Herold des Abenteuers, ist innerlich noch nicht bereit für das große Wagnis. Außerdem treten Schwellenhüter auf, die ihn zum Bleiben überreden wollen. All diese Kräfte des Beharrens jagen ihm Angst ein, nähren seine Selbstzweifel oder verstellen ihm schlicht den Weg.

Aufbruch ins Unbekannte

Nach anfänglichem Zögern schlägt der Held alle Bedenken, Warnungen und Drohungen in den Wind. Erst ahnt und weiß schließlich auch, dass er seiner Bestimmung folgen oder verkommen muss. Ermutigt vom Zuraten eines weisen Mentors wagt er den Aufbruch in die Welt des Abenteuers, in Ungebahnte, Dunkle und Bedrohliche. Sobald er die Schwelle überschritten hat, gibt es kein Zurück mehr. Jetzt beginnt eine Zeit des Lernens und der Prüfungen. Zum Glück ist der Niemand nicht lange alleine, er findet Freunde und Gefährten, die ihn auf seinem Weg begleiten.

Feindkunde und Heroen-Coaching

In der Lernphase steht der Mentor dem künftigen Helden mit Rat und Tat, mit Wissen und Werkzeug zur Seite. Der erfahrene Lehrer trainiert, prüft und unterweist den einstigen Niemand, der nun Schritt für Schritt seine anfängliche Unerfahrenheit ablegt und allmählich zum Heroen heranreift. Vor allem aber schält sich immer deutlicher heraus, worin die spezielle Aufgabe und damit der Sinn seiner Reise besteht: Der Held lernt seinen gefährlichsten Widersacher, Gegner und Erzfeind kennen.

Blut, Schweiß und Tränen

Harte, manchmal sogar ausgesprochen brutale und schmerzhafte Lektionen bereiten den Helden auf seine eigentliche Arbeit vor: Er muss alleine, ohne Freunde und ohne Mentor, nur auf sich selbst gestellt den Kampf mit seinem gefährlichsten Gegner wagen. Dazu dringt er in das innerste Machtzentrum, in die tiefste Höhle des Feindes vor. Hier, im Herzen der Finsternis, meistert er die entscheidende Herausforderung: Er wird zum Helden, der nicht nur seinen Gegner, sondern auch sein altes, zaghaftes Ich überwindet und als neuer, stärkerer, weiserer Mensch aus einer lebensbedrohlichen Prüfung hervorgeht.

Triumphe und Trophäen

Für seinen Sieg empfängt der Held eine Belohnung, die seine Wandlung vom lausigen Niemand zum strahlenden Sieger dokumentiert. Die Prämie symbolisiert den errungenen Heroen-Status und kann alles sein: Ein Schwert, ein magischer Gegenstand, aber auch ein Attribut der Weisheit und des Erkennens. Mit diesem materiellen oder ideellen Beleg seines neu gewonnenen Heldentums macht sich der Protagonist auf den Heimweg. Er will nach Hause, zurück in die Welt, aus der er aufgebrochen ist. Die Heimkehr ist unverzichtbar. Sie schließt den Kreis, macht die Geschichte buchstäblich rund. Denn erst zuhause wird sich zeigen, ob der Sieg über den Feind mehr als nur ein Zufallstreffer war. Erst wenn er das in einer Ausnahmesituation erlangte Wissen, Können und Verstehen in den Alltag integrieren kann, ist aus dem Sieger ein wirklicher, echter Held geworden.

Die Probe aufs Exempel

Der Rückweg ist allerdings kein glamouröser Durchmarsch, sondern eine letzte aufgipfelnde Heldenprobe. Denn der Feind ist zwar besiegt, aber noch nicht wirklich tot. Er hat sich hochgerappelt und holt zum vernichtenden Gegenschlag aus. In einem erbitterten Endkampf mobilisieren beide Seiten ihre gesamten Kraftreserven. Der finale Showdown bringt den Helden ein letztes Mal in äußerste Todesgefahr und Todesnähe, aus der er strahlender denn je hervorgeht. Nun sind ein für alle Mal alle Reste und Schlacken des früheren Lebens verbrannt, die Gefahr eines Rückfalls in überwundene, alte Persönlichkeitsaspekte ist dauerhaft gebannt.

Der Kreis schließt sich

Zum Zeichen seines endgültigen Sieges und seiner unwiderruflichen Verwandlung empfängt der Held eine ultimative Trophäe. Campbell nennt sie das „Elixier“ und meint damit den Inbegriff all dessen, was den Helden vor den Augen der ganzen Welt als denjenigen ausweist, der er durch sein Abenteuer geworden ist: Ein Herrscher, ein Weiser, ein Kämpfer, ein Wissender oder kurz gesagt der Held und Meister seines eigenen Lebens. Dieser Ertrag des Abenteuers, das Elixier, fließt zurück eine Gemeinschaft, die von den Erfahrungen des Einzelnen neu belebt wird.

Anwendungsfall Hollywood

Dass Joseph Campbells Modell nicht nur im archaischen Mythos, sondern auch im modernen Hollywood aufgeht, beweist nicht zuletzt die „Star Wars“-Saga. Ihr Schöpfer Georg Lucas bekennt freimütig, dass er sich beim Drehbuchschreiben gezielt an der von Campbell sichtbar gemachten, universal gültigen Erzählstruktur der Heldenreise orientierte. Wie der amerikanische Drehbuchexperte Christopher Vogler zeigen konnte, ist dieser Rückgriff auf archetypische Handlungsmodelle und Gestalten absolut kein Einzelfall, sondern eine goldene Regel, die jeder Filmautor kennen sollte: Denn alle großen Hollywooderfolge, ganz egal, ob sie im Weltraum oder im Dschungel, in der Gegenwart, in einer fernen Vergangenheit oder Zukunft spielen, basieren bewusst oder unbewusst auf dem mythologischen Grundmuster der Ausfahrt, Prüfung, Belohnung und geläuterten Heimkehr des Helden.

Die Odyssee des Drehbuchschreibers

Dabei kommt es nicht auf die zeitlichen oder räumlichen Umstände einer Geschichte, auf ihre Machart oder Gattung an. Die Heldenreise funktioniert in jeder Kulisse und jeder Epoche. Was zählt, ist allein die zyklische Struktur des Handlungsablaufs mit ihren Entwicklungsstufen und krisenhaften Wendepunkten. Der von Vogler in zwölf Stationen gegliederte Erzählbogen muss nicht immer idealtypisch umgesetzt werden, aber er muss erkennbar, besser gesagt für das Unbewusste wiedererkennbar bleiben. Einzelne Etappen können miteinander verschmelzen, breit ausgewalzt oder nur knapp skizziert sein, das archetypische Personal kann unterschiedlichste Formen annehmen und in verschiedenste Gestalten oder Kostüme schlüpfen. Den Ausschlag gibt alleine die Dramaturgie des Reiseablaufs: Der Bogen muss sich vom Aufbruch über zahlreiche Anfechtungen, Prüfungen und Bewährungen bis hin zum Sieg und zur Rückkehr spannen, sonst stimmt die innere archetypische Logik nicht mehr.

Der unerschrockene Blick

Diese innere Logik der Heldenreise begründet auch ihre innere Wahrhaftigkeit. Heldenreisegeschichten können noch so fabel- oder märchenhaft eingekleidet sein, aber sie lügen nicht, beschönigen nichts, verschweigen nichts und machen uns nichts vor. Im Gegenteil: Sie muten uns die ungeschminkte Wahrheit zu. Sie sagen, dass es keinen Aufbruch ohne Abschiede gibt, und dass manche Abschiede für immer sind. Sie sagen, dass das Böse allgegenwärtig und mächtig ist, dass es auftrumpfen, vorübergehend siegen und uns auch verschlingen kann. Sie sagen, dass es auf der Lebensreise nicht ohne Leiden und Schmerzen, nicht ohne blaue Flecken, gebrochene Knochen und gebrochene Herzen abgeht, dass manche Wunde nie mehr heilt und mancher Schaden nicht ungeschehen zu machen ist.

Möge die Macht mit dir sein!

Aber die Heldenreise erzählt auch, dass wir zum Wachstum und zum Reifen berufen sind, dass wir Bedrohungen und Gefahren durchstehen und bewältigen können: Ja, es gibt bittere Stunden, es gibt Verzagtheit, Kleinmut und Niedergeschlagenheit. Ja, es gibt Abschiede, Niederlagen, Rückschläge, Verlust und Vernichtung. Ja, es gibt Verrat und Niedertracht und den Triumph des Bösen. Aber es gibt auch Liebe und Freundschaft, Treue und Tapferkeit, Wahrheit und Vertrauen, Mut und Belohnung. Es gibt eine reelle Chance, das Leben zu meistern und der Held des eigenen Daseins zu werden! Das ist die Botschaft. Das ist die Macht der Mythen und Geschichten, der Träume und Hoffnungen, der Zuversicht und des Selbstvertrauens. Das ist die wahre Macht der Heldenreise, möge sie mit Luke und mit uns allen sein!
Simon Demmelhuber

Ein Lachen, das Seen und Flüsse entstehen lässt, ein Flügelschlag, der die Welt beseelt, Muscheln, aus denen Sonne und Mond aufsteigen: Voll Poesie präsentieren sich die alten Weltentstehungsmythen. Autor: Reinhard Schlüter

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk oder dem Autor.
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“ Die ewige Wiederkehr.

Intelligent Design
Wie steht es um den Schöpferglauben? Vor 160 Jahren, im November 1859, veröffentlichte der britische Theologe und Naturforscher Charles Darwin sein epochales Werk „Von der Entstehung der Arten“. Darin legte er nicht nur ein schlüssiges Konzept für die Entwicklung des Lebens dar. Er brachte damit auch das Weltbild seiner Zeit ins Wanken. Dass Menschen mit Affen gemeinsame Vorfahren haben sollen, lehnen bis heute viele Christen ab. Vor allem Angehörige der evangelikal geprägten Freikirchen bestreiten die These vom Menschen als Zufallsprodukt. Sie propagieren die Idee von Gott als intelligentem Designer, der mikroevolutionäre Prozesse quasi zielgerichtet angestoßen habe. Immer wieder wird innerhalb der Kirchen kontrovers über Kreationismus und „Intelligent Design“ gestritten. Aber welchen Einfluss hat der Schöpferglaube heute noch in der Diskussion um das Verhältnis von Theologie und Naturwissenschaften? Die Evangelischen Perspektiven fragen Wissenschaftler und Theologen, wie sie es mit der Kontroverse um Religion und Evolution halten. Von Antje Dechert

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“.

Die Suche nach Resonanzerfahrung
Sehen mit dem Herzen, sprechen mit der Seele
Von Friederike Weede

Verlieren wir im Zuge der Digitalisierung unseren zwischenmenschlichen Kontakt? Netzoptimisten verneinen das, soziale Netzwerke und Kurznachrichtendienste seien nur eine zusätzliche Erweiterung unseres Kommunikationsspektrums. Allerdings sehnen sich viele Menschen zunehmend nach direktem, unverfälschtem Austausch mit der Welt und den Mitmenschen, danach, sich selbst als Teil eines größeren Netzwerks wahrzunehmen. Nach Erfahrungen von Intimität, die das Herz unmittelbar ansprechen und die Seele zum Schwingen bringen. „Was Du einem der Geringsten unter meinen Brüdern getan hast, das hast Du mir getan“ – diese goldene Regel im Zentrum nahezu aller Weltreligionen ist Ausdruck der Erfahrung, dass Gottesbegegnung, die Begegnung mit dem Heiligen, immer in der Begegnung mit dem Nächsten stattfindet. Dass der Austausch von Ich und Du, das dialogische Prinzip, unser ganzes Dasein bestimmt, wie es der Philosoph Martin Buber in Anknüpfung an jüdische und christliche Mystik formuliert. Aber kann der Nächste im Zweifelsfall auch ein Mensch am anderen Ende des Landes sein, ein Hund, eine Pflanze, oder sogar eine handvoll Lehm? Im Netz versuchen Fans des Phänomens „Autonomous Sensory Meridian Response“, mit Flüsterbotschaften per Video, ein überiridisches Kopfkribbeln auszulösen. In Wildnisschulen gehen Menschen in der Natur mit Baum und Tier auf Tuchfühlung. Beim spirituellen Töpfern richten sie ihre ganze Aufmerksamkeit auf das scheinbar leblose Element Erde auf der Suche nach Resonanzerfahrungen.

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“.

Mit Gott im Grünen
Zu Fuß unterwegs in der afrikanischen Wildnis
Von Geseko von Lüpke

Die Wildhüter im südafrikanischen „Umfolozi-Naturpark“, nahe dem benachbarten Mosambik, bieten ihren Besuchern eine besondere Erfahrung. Wer den Mut mitbringt, geht mit den erfahrenen Zulus vier Tage und vier Nächte zu Fuß und ohne Zelt durch das Wildreservat, das ungefähr die Größe des Saarlandes hat. Der sogenannte „Primitive Trail“ führt durch Savannen und Urwälder, durch Flüsse, über Bergrücken in eine wilde Landschaft, die von Löwen, Elefanten, Nashörnern, afrikanischen Büffeln, Giraffen, Giftschlangen, Alligatoren und so manchem mehr bevölkert ist, was der europäische Besucher sonst nur hinter der Glasscheibe im städtischen Zoo zu Gesicht bekommt. Da ist nicht nur Nervenkitzel garantiert, sondern auch eine tiefe archetypische Erfahrung von Wildnis. Der Zivilisationsmensch schaltet ein paar Gänge zurück: Die Achtsamkeit verändert sich, das Verhalten, die Kommunikation, die Struktur der Gemeinschaft, Rituale entstehen wie von alleine. Der „Geist der Wildnis“ wird erfahrbar, das anthropozentrische Überlegenheitsgefühl schrumpft sich gesund. Der Mensch gibt die Krone der Schöpfung ab und erlebt sich als ein Faden im Netz des Lebens. Und er begegnet in der Natur einer größeren „heiligen“ Ordnung und einer „grünen Spiritualität“.

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk
Ich zitiere diesen Podcast und seine Beschreibung im Zusammenhang mit meiner künstlerischen Arbeit zum Thema „Der neue Mensch“.

An Pfingsten feiert man den Heiligen Geist. Der Begriff hat viele Facetten, beschreibt aber stets eine Verbindung zwischen dem Menschlichen und den Göttlichen. Moderne Theologen entdecken überraschende Parallelen zu den Naturwissenschaften und anderen Religionen.
Von Corinna Mühlstedt

Quelle: © BR2
Ein Podcast von BR2, LINK ZUM ORIGINALBEITRAG
Alle Rechte liegen beim Bayrischen Rundfunk